Forschungsausschuss – Leichtfried fordert „frisches Geld“ für Erhöhung der Forschungsprämie

Evaluierung zeigt positive Effekte bei Beschäftigung und Investitionen – Erhöhung auf 14 Prozent im neuen Regierungsprogramm festgelegt

Wien (OTS) - Die im neuen Regierungsprogramm festgelegte Erhöhung der Forschungsprämie auf 14 Prozent muss jetzt rasch umgesetzt werden, und zwar mit frischem Geld. Das forderte Infrastrukturminister Jörg Leichtfried heute im Forschungsausschuss des Nationalrates anlässlich der positiven Evaluierung der Förderung. „Die Forschungsprämie ist ein Standortvorteil für Österreich und schafft zusätzliche, hoch qualifizierte Arbeitsplätze. Frisches Geld wird diesen Effekt verstärken, mehr Unternehmen und Jobs ins Land holen“, ist Leichtfried überzeugt. 2016 wurden im Rahmen der Forschungsprämie Ausgaben in Höhe von 592,4 Millionen Euro zugesprochen. Eine Erhöhung auf die angestrebten 14 Prozent würde etwa 120 Millionen Euro im Jahr kosten. ****

Die Evaluierung der Forschungsprämie zeigt deutlich den Erfolg der Steuerentlastung: Nach einer Grobschätzung führt ein Euro mehr an Forschungsprämie zu 2,26 Euro mehr an Ausgaben, wobei ein Euro durch die Prämie finanziert wird. 144 von 1.067 befragten Unternehmen haben darüber hinaus angegeben, aufgrund der Forschungsprämie Forschungs-Aktivitäten nach Österreich verlagert zu haben. Die Prämie führt auch zu mehr Arbeitsplätzen in Österreich. An der Evaluierung teilnehmende Unternehmen haben zwischen 2010 und 2015 rund 10.400 zusätzliche Arbeitsplätze für hoch- bzw. höherqualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geschaffen. „Gemeinsam mit der direkten Förderung konkreter Projekte durch die FFG ist die Forschungsprämie ein idealer Mix. Darum muss eine Erhöhung über zusätzliches Geld finanziert werden. Loch auf – Loch zu wird nicht den gewünschten Effekt bringen“, stellt Leichtfried klar.

Die Forschungsprämie wurde im Jahr 2002 eingeführt und ist seit 2011 das einzige steuerliche Instrument in Österreich zur Förderung von Forschung und Entwicklung, das allen Unternehmen gleichermaßen zugänglich ist. Über die Jahre ist die Prämie laufend erhöht worden – zuletzt im Jahr 2016 auf zwölf Prozent. Die Bundesregierung hat sich in der Regierungsvereinbarung vom Jänner 2017 darauf geeinigt, bei positiver Evaluierung der Forschungsprämie noch heuer eine Erhöhung auf 14% zu beschließen. (Schluss)

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