FH Campus Wien: intelligentes Tool in der häuslichen Pflege

Die FH Campus Wien arbeitet interdisziplinär an einem smarten Trinkbecher, der die tatsächlich getrunkene Flüssigkeitsmenge direkt an die Pflegedokumentation weitergibt.

Wien (OTS) - „Drink Smart“ nennt sich das von den Studiengängen der Pflegewissenschaft, der Gesundheitswissenschaft und der Technik der FH Campus Wien entwickelte Produkt. Der intelligente Becher hilft, die tägliche Flüssigkeitsaufnahme von vor allem älteren Menschen zu messen und zu steuern. Seine Hilfsfunktion reicht von der persönlichen Erinnerung bis zur elektronischen Darstellung beim mobilen Pflegedienst. Ältere oder autorisierte Personen greifen selbstständig auf die Daten am Becher zu oder mittels App auf dem Mobiltelefon. „Pflegepersonen werden künftig eine spezifische Möglichkeit haben, dafür zu sorgen, dass die von ihnen betreuten Personen ausreichend trinken, auch wenn sie selbst gerade nicht vor Ort sind“, so die Leiterin des Forschungsprojektes Haslinger-Baumann. Ziel ist es, die Autonomie von älteren Menschen soweit zu stärken, dass sie weiterhin zu Hause leben können.

„Drink Smart“ eignet sich auch als Stand-alone-Lösung für jüngere Menschen – etwa als App am Smartphone.

Gemeinsame Sache

Im Forschungsfeld Active and Assisted Living nutzt die FH Campus Wien ihr Potenzial als multidisziplinäre Fachhochschule. „`Drink Smart‘ ist ein weiterer Schritt in Richtung gelebte Interdisziplinarität. Nur so kann es gelingen, dass eine technische Lösung den Menschen tatsächlich gerecht wird und sie diese auch annehmen“, so Projektleiterin Elisabeth Haslinger-Baumann, die im Department Pflegewissenschaft forscht. Health Assisting Engineering, einer der beteiligten Studiengänge, ist selbst ein gelungenes Beispiel für interdisziplinären Austausch – in diesem studieren TechnikerInnen und ExpertInnen aus Gesundheits- und Pflegeberufen von Anfang an gemeinsam und profitieren so voneinander. Die technischen Studiengänge High Tech Manufacturing fertigen den Prototypen mittels Rapid Prototyping, einem 3D-Druckverfahren an, entwickeln die Elektronik und begleiten die Usability aus technischer Sicht. „Drink Smart“ wird von der FFG gefördert und mit FirmenpartnerInnen aus der Hauskrankenpflege, einem Softwareunternehmen und einem Kunststoffbecherhersteller umgesetzt.

Innovative Pflegekonzepte sind gefragt

Die fortschreitende Alterung der Gesellschaft bedingt die Zunahme von chronischen Beschwerden. Diese erhöhen den Bedarf an Gesundheits- und Pflegeleistungen. Das wirkt sich wiederum auf den Markt aus, es braucht dringend in diesem primären Berufsfeld gut ausgebildete Fachkräfte: „Gefragt sind innovative Pflege- und Betreuungskonzepte an den Übergängen der Versorgungskette zwischen Krankenhaus und mobilen Diensten und die Integration von Technik. Ebenso rücken forschungsgeleitete Lehre und evidenzbasierte Praxis mit der Akademisierung in der Gesundheits- und Krankenpflege in den Fokus“, so Roswitha Engel, Department-Leiterin der Pflegewissenschaft an der FH Campus Wien.

Forschung an der FH Campus Wien

Die FH Campus Wien forscht anwendungsorientiert und interdisziplinär. In sieben Departments und insgesamt 19 Forschungsfeldern arbeiten Forscherinnen und Forscher an Lösungen für Problemstellungen aus Wirtschaft, Industrie, dem öffentlichen Sektor und dem Sozial- und Gesundheitsbereich: in Kooperation mit Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen, oft gefördert von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG), dem Wissenschaftsfonds FWF (Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung) oder der Stadt Wien MA 23. Geforscht wird auch im Auftrag von Unternehmen und Organisationen, denen die interdisziplinären Forschungsaktivitäten der FH als wissenschaftliche Dienstleistungen angeboten werden. Auftragsforschungs- und -Entwicklungsprojekte werden in eigenen Forschungsgesellschaften abgewickelt.

Gelebter Grundsatz an der FH Campus Wien ist die forschungsgeleitete Lehre: Ergebnisse aus Forschungsprojekten fließen unmittelbar in die Lehre ein bzw. sind Studierende aktiv in darin eingebunden.

FH Campus Wien

Mit rund 5.800 Studierenden ist die FH Campus Wien die größte Fachhochschule Österreichs. In den Departments Applied Life Sciences, Bauen und Gestalten, Gesundheitswissenschaften, Pflegewissenschaft, Public Sector, Soziales und Technik steht ein Angebot von 59 Bachelor- und Masterstudiengängen sowie Masterlehrgängen in berufsbegleitender und Vollzeit-Form zur Auswahl:
www.fh-campuswien.ac.at/facts

Zukunftsgespräche

Am 17. Mai 2017 diskutieren Giovanni Maio und die ExpertInnen der FH
Campus Wien Thomas Czerny, Roswitha Engel, Franz Kolland und Silvia
Mériaux-Kratochvila bei den Zukunftsgesprächen über die
Herausforderungen der modernen Medizin und die Grenzen des
menschlichen Lebens.

Datum: 17.5.2017, 16:30 - 18:00 Uhr

Ort:
FH Campus Wien Festsaal
Favoritenstraße 226, 1100 Wien

Url: www.fh-campuswien.ac.at/zukunftsgespräche

Rückfragen & Kontakt:

Mag.a Mitra Oshidari
FH Campus Wien
Unternehmenskommunikation
Favoritenstraße 226, 1100 Wien
T: +43 1 606 68 77-6403
mitra.oshidari@fh-campuswien.ac.at
www.fh-campuswien.ac.at

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