Bayr warnt vor negativen Folgen des Palmölbooms

Zerstörung von Regenwäldern und Befeuerung von Landnutzungskonflikten - Internationaler Tag des Waldes am 21. und des Wassers am 22. März

Wien (OTS/SK) - Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, warnt anlässlich des Internationalen Tages des Waldes am 21. März und des Wassers am 22. März vor den Folgen der rasant wachsenden Produktion von Palmöl. „Täglich werden 670 Fußballfelder Waldfläche gerodet, um für die Produktion von Palmöl Platz zu machen. Das hat fatale Folgen für das Ökosystem und die betroffenen Menschen“, betont Petra Bayr, heute, Montag. Der Anbau von Palmöl zerstöre nicht nur Regenwald, er befeuere auch Landnutzungskonflikte. „Menschen werden von ihrem Land vertrieben, um darauf Palmöl-Monokulturen zu betreiben. Wer sein Land in der Nähe der riesigen Monokulturen behalten konnte, ist in vielen Fällen mit Wassermangel und durch das intensive Düngen auf den Plantagen mit verseuchtem Grundwasser und verschmutzten Flüssen konfrontiert“, kritisiert Bayr. ****

„Werden Wälder für die Produktion von Palmöl abgeholzt und Moore trockengelegt, ist die CO2-Bilanz von Palmöl einfach fatal“, kritisiert Bayr und fordert die immer häufigere Beimischung von Palmöl in Agrotreibstoffen bzw. das Auf-den-Markt-Bringen in purer Form zu reduzieren: „Waren es im Jahr 2013 noch 11.666 Tonnen, wurden im Jahr 2015 bereits 78.680 Tonnen Agrodiesel aus Pflanzenöl, zur Gänze aus Palmöl, in den Verkehr gebracht.“ Das Palmöl stammt laut österreichischem Biokraftstoffbericht 2016 zu 85 Prozent aus Indonesien und zu 15 Prozent aus Malaysia. Damit sei laut Bayr klar, dass es sich um Palmöl handelt, das aus riesigen Monokulturen stammt, die negative soziale und ökologische Folgen in der Produktion vor Ort haben. (Schluss) mb/bj/mp

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