• 19.03.2017, 10:00:16
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  • OTS0007

Arbeitnehmer beurteilen eigene Betriebe positiver als Gesamtwirtschaft

AK fordert: Schluss mit dem Krankjammern der Wirtschaft

Utl.: AK fordert: Schluss mit dem Krankjammern der Wirtschaft =

Linz (OTS) - Die Arbeitnehmer/-innen haben ein wesentlich positiveres
Bild von der wirtschaftlichen Entwicklung ihrer Unternehmen als die
Unternehmervertreter, die seit Jahren den Standort krankjammern.
Diese Ergebnisse einer Ifes-Umfrage im Auftrag der Gewerkschaft
GPA-djp decken sich mit den Erkenntnissen der AK Oberösterreich aus
ihren regelmäßigen Befragungen zum Österreichischen Arbeitsklima
Index. „Die Arbeitnehmer beweisen damit wesentlich mehr Realitätssinn
und Selbstbewusstsein als Wirtschaftskammer und Co., denn Österreichs
Wirtschaft steht im internationalen Vergleich sehr gut da“, sagt
AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.

Nachdenklich stimmen aber folgende Zahlen aus dem Österreichischen
Arbeitsklimaindex. Die zukünftige Entwicklung des eigenen
Unternehmens sehen 85 Prozent der österreichischen
Arbeitnehmer/-innen optimistisch, jene der Gesamtwirtschaft nur 54
Prozent. Und während der Wert für den eigenen Betrieb in den letzten
beiden Jahren konstant war, ist jeder für die Gesamtwirtschaft
kontinuierlich gesunken. Der Grund: Die Arbeitnehmer wissen aus
unmittelbarer Erfahrung, dass es ihren eigenen Unternehmen in der
überwiegenden Mehrheit gut geht. Bei der Beurteilung der
gesamtwirtschaftlichen Lage sind sie auf andere Informationsquellen
angewiesen. Und hier entfaltet das Gerede vom „abgesandelten"
Standort offenbar seine negative Wirkung.

„Wirtschaftskammer und Industrielle haben die unnötige
Standortdebatte vom Zaun gebrochen, weil sie glauben, dadurch
berechtigte Arbeitnehmerforderungen niedrighalten zu können. Das ist
ein gefährliches Spiel“, sagt der AK-Präsident. „Denn die
Investitionsbereitschaft von Unternehmen hängt wesentlich von einer
positiven Stimmung im Land ab. Mit ihrer Strategie bewirken die
Unternehmervertreter genau das Gegenteil. Das schadet der
Wirtschaftsentwicklung und gefährdet Arbeitsplätze.“

Die AK fordert daher die Wirtschaftsvertreter auf, endlich mit ihrer
Kampagne aufzuhören. Stattdessen sollen sie dafür sorgen, dass Arbeit
wieder gerecht entlohnt wird. Seit Jahren bleiben die Reallöhne
gleich, aber das Leben wird immer teurer. Gleichzeitig steigen die
Gewinne der großen Unternehmen und die Reichen werden immer reicher.
Die Mittelschicht und die unteren Einkommensschichten dürfen nicht
auf der Strecke bleiben. Denn sie kurbeln mit ihrem Konsum die
Wirtschaft an.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AKO

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