„kulturMontag“: August Diehl im Studio und wie sich Wiens Stadtbild radikal ändert

Außerdem: Neue Heller-Doku zum 70. Geburtstag als Auftakt zur Heller-Nacht

Wien (OTS) - Im „kulturMontag“ präsentiert Clarissa Stadler am 20. März 2017 um 22.30 Uhr in ORF 2 einen Beitrag über das Schwinden der Gründerzeithäuser und das sich damit verändernde Stadtbild Wiens, begrüßt Schauspielstar August Diehl im Studio, um mit ihm über seine Titelrolle im Film „Der junge Karl Marx“ zu reden und zeigt, wie namhafte Köche ihre Küchen immer mehr zu Ateliers und sich selbst zu Künstlern machen.

Anschließend an das Magazin präsentiert ORF 2 um 23.20 Uhr anlässlich des 70. Geburtstags von André Heller das neue Filmporträt „Die wahren Abenteuer des André Heller“ als Auftakt einer abwechslungsreichen fünfteiligen Geburtstagsnacht mit vier weiteren Sendungen: die Mockumentary „Wer war André Heller“ (0.15 Uhr), gefolgt von den Dokumentationen „Ruf und Echo – André Heller“ (1.10 Uhr) und „Im Herzen des Lichts – Die Nacht der Primadonnen“ (1.40 Uhr) über musikalische Projekte des Ausnahmekünstlers. Den Abschluss bildet das Konzert „Stimmen Gottes“ (3.00 Uhr). Auch ORF III Kultur und Information widmet dem Jubilar einen Schwerpunkt. Infos zum Programmtag am 19. März und zu allen weiten Details des ORF-Schwerpunkts sind unter htto://presse.ORF.at abrufbar.

Abriss-Bescheid: Schwindende Gründerzeithäuser – Wie sich Wiens Stadtbild radikal ändert

Prunkvolle Fassaden, imposante Raumhöhen, reichlich Stuck im Innenraum: Gründerzeithäuser sind eine Zier in Wiens Stadtbild – und verschwinden immer mehr daraus. Zuletzt sorgten der Abriss des Hauses am Bauernmarkt 21 und die Abrisspläne für das ehemalige Hotel National im zweiten Bezirk für gehörig Aufregung. Vor allem in den Außenbezirken schwinden immer mehr historisch wertvolle Zinshäuser. Die Sanierung sei zu teuer, die Einnahmen seien zu gering, beklagen Eigentümer und Investoren und: Der für Altbauten geltende Richtmietzins sei viel zu gering bemessen. Dazu kommt ein nicht nur für Laien intransparentes System von Zu- und Abschlägen etwa für Lage, Stockwerk und Ausstattung der Wohnung mit allerlei Spezialregelungen. Häuser in so genannten Gründerzeitvierteln sind von Lagezuschlägen generell ausgenommen. Fatal: Für Sanierung und Instandhaltung von Gründerzeithäusern gibt es viel zu wenige steuerliche Anreize. Bisweilen bittere Konsequenz daraus: die technische Abbruchreife. Wenn es etwa über Jahre hinweg in offene Dachluken regnet, frisst dies an der Substanz, die Gebäude müssen aus Sicherheitsgründen geschleift werden. Die für Stadtplanung verantwortliche Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou sieht darin ein gesetzliches Schlupfloch, das sie schließen will: Sie fordert die Streichung der „technischen Abbruchreife“ aus dem Gesetz und darüber hinaus gemeinsam mit Wohnbau-Stadtrat Michael Ludwig eine Reform des Mietrechts. Welche Maßnahmen dabei greifen und gleichzeitig das Schwinden des Gründerzeit-Stadtbildes langfristig aufhalten können, hat der „kulturMontag“ bei Architekten, Juristen, Politikern und Investoren recherchiert.

Historien-Drama: Der junge Karl Marx – Schauspielstar August Diehl als Studiogast

August Diehl ist einer der intensivsten Darsteller seiner Generation. Unvergessen ist sein Kostja in Luc Bondys Inszenierung von Tschechows „Die Möwe“ – sein Durchbruch am Burgtheater. Als „Hamlet“ unter der Regie von Andrea Breth erspielte er sich den Theaterpreis Nestroy. Als Computer-Hacker Karl Koch wurde er in dem Film „23 – Nichts ist so wie es scheint“ zum Kino-Idol. Und jetzt spielt Diehl den Kapitalismus-Kritiker und Wegbereiter des Kommunismus Karl Marx. Was, den alten Mann mit dem Rauschebart? War der überhaupt einmal jung? – dies war auch Diehls erster Gedanke, als er das Rollenangebot bekam; von Marx existiert kein Jugendbildnis. Tatsächlich ist Diehl „Der junge Karl Marx“ in Raoul Pecks gleichnamigem Historiendrama. Der Film erzählt von Marx´ Freundschaft zu Friedrich Engels und wie es dazu kam, dass die beiden das Manifest der Kommunistischen Partei verfassten. Wie näherte sich Diehl der übergroßen historischen Figur und was treibt ihn bei der Arbeit an? Der „kulturMontag“ stellt den Film vor, August Diehl ist live zu Gast im Studio.

Chef-Sache: Der Koch als Künstler – Die Küche als neues Atelier

Dem Dänen René Redzepi und seinem mehrfach zum weltbesten Gourmet-Tempel gekürten Restaurant „Noma“ ist jetzt die gleichnamige Kino-Doku gewidmet. Das Motto: der Koch als Provokateur oder gar als Künstler. Auch in Österreich mutiert die Küche zum neuen Atelier von innovativen Freigeistern, die das kulinarische Erlebnis zum Gesamtkunstwerk ausweiten. Der „kulturMontag“ besucht Shootingstar Milena Broger in Lech bei einem Koch-Event auf 1.500 Metern Seehöhe. Koch und Künstler inspirieren einander auch in der multimedialen Performance „WÜRFELN III“ von Karl Karner und Linda Samaraweerovà. Für das Donaufestival verwandeln die beiden Ende April gemeinsam mit dem Patissier Dominik Fitz eine Landschaft aus essbaren und nicht genießbaren Skulpturen zur irritierenden interaktiven Publikumsperformance.

Der „kulturMontag“ wird als Live-Stream sowie nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) bereitgestellt.

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