ÖVP Wieden/Pasquali: Rot, Grün und Neos-Partei beschließen gemeinsam Stellungnahme für die Aufstockung des Winterthurgebäudes

Unser Kulturerbe wird vollkommen verantwortungslos aufs Spiel gesetzt - Der Karlsplatz hat sich ein Gesamtkonzept und keinen Betonklotz verdient

Wien (OTS) - In der gestrigen Sitzung der Bezirksvertretung Wieden haben SPÖ, Grüne und Neos-Partei eine gemeinsame Stellungnahme zur geplanten Änderung des Flächenwidmungsplan, der die Grundlage für den Umbau des Wien Museums sowie die Aufstockung des Winterthurgebäudes darstellt, beschlossen. Demnach soll – als Bedingung - eine sichere Finanzierungszusage seitens der Stadt Wien für den Ausbau des Wien Museums vorliegen, um die weiteren Pläne fortsetzen zu können. Dazu der Klubobmann der ÖVP Wieden Johannes Pasquali: „Das ist vollkommen verantwortungslos, denn einerseits sind die Kosten für den Umbau des Wien Museums keineswegs bekannt, andererseits ist vollkommen unklar, wie so eine rechtsverbindliche Finanzierungszusage aussehen soll. Etwa eine nach oben offene Bankgarantie seitens der Stadt Wien für die Wien Museum ErrichtungsgesmbH. Das ist purer Dilettantismus auf Kosten unseres Kulturerbes.“

Wenn man wirklich daran interessiert gewesen wäre, die einseitige Aufstockung des Winterthurgebäudes zu verhindern, hätte man sie einfach aus dem Flächenwidmungsplan nehmen können und bei tatsächlichem Baubeginn des Wien Museums als eigenen Flächenwidmungsplan beschließen können. „Nun droht uns der kulturpolitische Super-GAU am Karlsplatz. Der an sich schon abzulehnende Betonkolotz neben der Karlskirche könnte gebaut werden, während das Wien Museum in der Planungsphase stecken bleibt“, so Pasquali weiter. Darüber hinaus „ersuchen“ Rot-Grün und Neos-Partei „die Prüfung einer Abrückung des Winterthurgebäudes“. „Die ÖVP Wieden ersucht nicht die Abrückung, sondern fordert sie. Dieser Kuschelkurs gegenüber Frau Vassilakou, insbesondere der Neos-Partei, ist mehr als entlarvend“, so Pasquali weiter.

Zwtl.: Rot-Grün auch gegen die ursprünglich selbst geforderte Bürgerbeteiligung

Im Dezember 2016 kündigte Bezirksvorsteher Plasch noch ein Bezirksforum Karlsplatz an, um alle Betroffenen in einem groß angelegten Beteiligungsverfahren einzubeziehen. Ein entsprechender Antrag der SPÖ wurde daher damals einstimmig angenommen. Nun Mitte März 2017 werden zwar bereits offizielle Stellungnahmen beschlossen, aber das Bezirksforum Karlsplatz existiert noch immer nicht und es gab auch noch keine einzige Veranstaltung. Daher hat die ÖVP Wieden gestern diesen ursprünglichen SPÖ-Antrag wortident nochmals zur Abstimmung eingebracht. Das Ergebnis ist mehr als erstaunlich, denn Rot und Grün sind nun gegen die vormals selbst vorgeschlagene Bürgerbeteiligung. „Hier drängt sich der Verdacht auf, dass man zuerst Fakten schaffen möchte und erst dann den Dialog mit den Bürgern sucht. Das ist eine Betoniererpolitik im wahrsten Sinne des Wortes. Die Angst seitens Rot-Grün vor den Bürgern und Betroffenen muss sehr groß sein“, schloss Pasquali.

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