LAbg. Onodi: „Monitoring als Entscheidungsgrundlage, statt emotional getriebener Schnellschüsse!“

SPÖ NÖ tritt in Aktueller Stunde für ein unblutiges Ende im Fischotter-Konflikt ein

St. Pölten (OTS) - Nach seiner fast völligen Ausrottung im 20. Jahrhundert - vor allem durch den Einfluss von Umweltgiften, die Verfolgung und Bejagung sowie die Zerstörung der Lebensräume - erholt sich der Bestand des Fischotters in den letzten zwei Jahrzehnten wieder. Gehe es nach ÖVP und FPÖ soll das Comeback ein sehr kurzes gewesen sein. „Ihn nun zum alleinigen Sündenbock in Bezug auf die Gefährdung der Fischbestände zu stempeln und – als artengeschütztes Tier - zurück in die ewigen Jagdgründe schicken zu wollen ist aus unserer Sicht ein Verschließen der Augen davor, dass der Mensch in erster Linie das aus dem Gleichgewicht geratene Öko-System verursacht hat. Außerdem stellt es einen groben Verstoß gegen alle Regeln des Tierschutzes dar“, so LAbg. Heidemaria Onodi, Tierschutzsprecherin der SPÖ NÖ.

Aus Sicht des Tierschutzes stehe der Schutz des Lebens und des Wohlbefindens jedes einzelnen Tieres im Zentrum. Alleine die Tatsache, dass Fischotter in Mitteleuropa keine fix festgelegten Paarungszeiten haben und das ganze Jahr über Nachwuchs bekommen ist Grund genug von einer Bejagung Abstand zu nehmen. Im Übrigen fehle jedwede Entscheidungsgrundlage, um Maßnahmen daraus ableiten zu können, etwa aktuelle Zahlen und Überblick über die Entwicklung der Population in NÖ aus denen eine mögliche „Überpopulation“ erst dargestellt werden könnte. Onodi weiter: „Wir fordern daher Prävention vor unnötiger Tötung und die Offenlegung der Entscheidungsgrundlagen für die Entnahme von Fischottern in NÖ, wie auch der entsprechenden Rahmenbedingungen sowie die Aufsetzung des bereits entwickelten Managementplans für NÖ!“

Man müsse an einen Tisch mit ExpertInnen, Betroffenen und Tierschutzorganisationen und dort einen Maßnahmenkatalog entstehen lassen. Die SPÖ NÖ trete für ein unblutiges Ende des Fischotter-Konflikts ein, denn, wiederholt Onodi das Leitmotiv der SPÖ abschließend: „Die Tötung kann keine Alternative sein, bevor nicht alle präventiven Maßnahmen ausgeschöpft sind.“

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