AK Zangerl: „Keine Zentralisierung auf dem Rücken der Versicherten!“

Sicherstellung der Gesundheitsversorgung und gleiche Leistungen müssen Vorrang haben.

Innsbruck (OTS) - „Die Organisation des Sozialversicherungssystems in den Sparten Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung hat sich bewährt, ebenso die Organisation der Krankenkassen nach Bundesländern. Ich halte wenig von einer planlosen Zusammenlegung einzelner Kassen“, sagt der Tiroler AK Präsident und BAK Vizepräsident Erwin Zangerl (ÖAAB-FCG) in Reaktion auf die Vorschläge der Wirtschaftskammer (WKÖ) und der Industriellenvereinigung (IV). „Statt sich in Strukturdiskussionen zu verlieren, ist es viel wichtiger, dass die Versicherten die gleichen Leistungen erhalten und dass das Ungleichgewicht bei der finanziellen Ausstattung der einzelnen Kassen behoben wird.“

Zangerl: „Wenn es nach dem Modell der WKÖ und der IV geht, soll es eine Zentralkasse in Wien für alle Arbeitnehmer Österreichs mit neun Landesstellen geben. Dann wird das Geld unserer Versicherten aus Tirol in Zukunft in Wien verwaltet. Ich warne vor diesen zentralistischen Nebenwirkungen.“

„Wir vertrauen auf die Erkenntnisse unserer eigenen Experten in der Selbstverwaltung und im Bereich der hauptamtlichen Tätigkeiten, statt Studien in Auftrag zu geben“, stellt Günter Leutgeb, der Geschäftsführer der ÖAAB-FCG Fraktion in der Bundesarbeitskammer fest.

Zangerl abschließend: „Wir sagen Ja zu einer Effizienzsteigerung, aber Nein zu einer Verschlechterung von Leistungen. Es darf zu keiner Mehrbelastung für die ASVG-Versicherten kommen. Wir bekennen uns auch zum bestehenden System der Selbstverwaltungen und zur Eigenständigkeit der GKKs und gehen davon aus, dass die Vorschläge von IV und WKÖ nicht die Meinung der ÖVP widerspiegeln.“

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