Blümel: Qualitätszuschlag für Wiener Linien für ureigenste Aufgabe hinterfragenswürdig

Echtzeitmessung der Wiener Linien zeigt Vervierfachung der Störungen auf sämtlichen U-Bahn-Linien – Anfrage an Stadträtin über Entwicklung des Qualitätszuschlages in den letzten Jahren

Wien (OTS) - Angesichts einer Vervierfachung bei den Störungen der Wiener Linien ist der „Qualitätszuschlag“ der Stadt Wien für die Wiener Linien in der Höhe von 32 Millionen Euro mehr als zu hinterfragen, erklärte heute der Landesparteiobmann der ÖVP Wien, Stadtrat Gernot Blümel, zu einer aktuellen Recherche der Tageszeitung „Kurier“. Daraus gehe hervor, dass nach Daten einer Echtzeitmessung der Wiener Linien auf sämtlichen U-Bahn-Linien fast viermal mehr Störungen zu verzeichnen waren. Da die Wiener Linien den „Qualitätszuschlag“ in Höhe von vier Prozent des Umsatzes nur für die Erfüllung hoher Standards u.a. in Sachen Pünktlichkeit und Sicherheit bekommen, „müssen alle Parameter miteinbezogen und berücksichtigt werden und auch zu Konsequenzen führen. Es geht dabei immerhin um das ureigenste Aufgabengebiet der Wiener Linien“, so Blümel.

Wie aus einem aktuellen Rechnungshofbericht hervorgehe, müsse bei den Wiener Linien auch bei der Mittelverwendung genauer hingeschaut werden. „Da offensichtlich für den Öffentlichen Verkehr vorgesehenes Steuergeld von den Wiener Linien für Eröffnungsfeiern und Straßenbahnmuseen ausgegeben wurde, stellt sich auch die Frage nach der genauen und detaillierten Mittelverwendung des Qualitätszuschlages“, so Blümel. In diesem Sinne werde die ÖVP Wien auch eine schriftliche Anfrage an die zuständige Stadträtin Sima stellen, wie hoch die Zahlungen für erfüllte Qualitätsleistungen in den letzten Jahren waren, ob es auch entsprechende Mindererfüllungen bzw. Abschläge gab, wofür der Qualitätszuschlag konkret verwendet wurde und auch wie sich die Anzahl der Störungen entwickelt hat.

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