Wirtschaftsbund begrüßt Aufzeigen von Effizienzpotenzialen in der Sozialversicherung

WB-General Haubner: „Deutliches Mehr an Effizienz möglich – und zwar bei gleichbleibender Qualität der Versorgung“ – „Nächster Schritt müssen Vereinfachungen in der Trägerstruktur sein“

Wien (OTS) - Tatsache ist: In Österreich sind – wie auch in anderen Staaten der Europäischen Union - die Bereiche soziale Sicherheit und Gesundheit die größten Ausgabenposten des Staates mit einen gemeinsamen Anteil von rund 30 Prozent des Bruttoinlandsproduktes, das sind rund 100,8 Milliarden Euro pro Jahr. Davon tragen die Unternehmer unseres Landes den Löwenanteil in Form der Dienstgeberanteile zur Sozialversicherung.

Die neue Studie des Schweizer Beratungsunternehmens der c-alm AG - das ist ein Spin-Off der renommierten Universität St. Gallen - zur Sozialversicherung in Österreich zeigt: „Im Verwaltungsbereich ist ein deutliches Mehr an Effizienz möglich – und zwar bei gleichbleibender Qualität der Versorgung“, unterstreicht Peter Haubner, Generalsekretär des Österreichischen Wirtschaftsbundes. Die Autoren der von der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) in Auftrag gegebenen Studie rechnen mit einem Einsparungsvolumen von rund 10 Prozent oder 152 Millionen Euro pro Jahr für die gesamte Sozialversicherung. „Der nächste Schritt muss sein, die Umsetzung einer einfacheren Trägerstruktur so rasch wie möglich anzugehen“, fordert Haubner.

Als dafür geeignet empfiehlt die Studie ein Bündel an Maßnahmen: Dazu gehören etwa die Einführung eines einheitlichen, kennzahlengestützten Führungssystems und eines eng damit verbundenen Controllings. Weiters wird die Schaffung eines einheitlichen Leistungskataloges für alle Versicherten – Warum bekommen etwa Steirer etwas anderes als Salzburger? - genauso angeregt wie die Optimierung der Beitragseinhebung („Aus 2 mach 1“).

Zudem haben die die Schweizer Expertinnen und Experten auch mögliche alternative Trägerstrukturen und Umsetzungsideen vorgeschlagen. So würde etwa ein „5-Träger-Modell“ die Anzahl von Sozialversicherungsträgern drastisch verringern. „Die Trägerzusammenlegung ist Voraussetzung zur Umsetzung von Maßnahmen“, ist WB-General Haubner überzeugt. Aktuell gibt es in Österreich 21 Sozialversicherungsträger: 18 Kranken-, 5 Pensions- und 4 Unfallversicherungsträger. Dazu kommen 15 Krankenfürsorgeeinrichtungen.

„Wenn es gelingt, diese Potenziale auszuschöpfen, kann das den Versicherten den Zugang zu innovativen Behandlungen, Medikamenten und Medizinprodukten ermöglichen. Gleichzeitig können dadurch auch die Kosten des Faktors Arbeit gesenkt werden“, so Haubner.

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