„Arbeiten für Österreich“ (1) – Schieder: Frauenpolitisch sind wir erst mit vollständiger Gleichstellung am Ziel

„Technologischen Wandel nützen, um Arbeits- und Lebensbedingungen zu verbessern“

Wien (OTS/SK) - „Arbeiten für Österreich“ ist eine Veranstaltungsreihe des SPÖ-Parlamentsklubs in den Bundesländern. Nach Klagenfurt und Bruck an der Mur machte der SPÖ-Parlamentsklub am Mittwoch in Innsbruck Station. SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder, die Tiroler SPÖ-Vorsitzende Elisabeth Blanik, SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm und Bundeskanzler Christian Kern diskutierten mit den 400 Gästen im Congress Innsbruck über Frauenpolitik – genauer gesagt, über „Den Abschied vom Unterschied“. Schieder macht klar, dass die Sozialdemokratie Zeit ihres Bestehens für sozialen Fortschritt und Frauenrechte gekämpft hat. „Wir haben schon viel erreicht, aber die vollständige Gleichstellung der Geschlechter nicht ganz. Das bleibt unser großes Ziel“, so Schieder. **** 

     Wie man diesem Ziel näherkommt, dafür liefere der Plan A von Bundeskanzler Kern entscheidende Maßnahmen, so der SPÖ-Klubobmann. Und er betonte, dass Frauenpolitik heute auch auf die technologischen Neuerungen eingehen müsse, die den gesellschaftlichen Wandel extrem beschleunigen und sich auf alle Lebensbereiche auswirken.  

     Große Fortschritte verspricht sich Schieder vom geplanten Mindestlohn. 1.500 Euro sollen in Zukunft für eine Vollzeitarbeit keinesfalls unterschritten werden; davon werden insgesamt 300.000 ArbeitnehmerInnen profitieren, zwei Drittel von ihnen sind Frauen. Weiters ist auch die verpflichtende Frauenquote von 40 Prozent in den Aufsichtsräten der Privatwirtschaft schon vereinbart.  

     Zusätzlich will die SPÖ auch Transparenz bei den Löhnen verankern. Wie Schieder betonte, ist das in vielen anderen Ländern ganz normal und seit langem Standard. Denn gegen ungleiche Bezahlung für die gleiche Arbeit kann sehr viel leichter etwas unternommen werden, wenn die Frauen wissen, wie viel die Kollegen bekommen. Und Schieder sprach sich auch für das „Levelling up“ aus; hier geht es darum, den Diskriminierungsschutz, der im Arbeitsleben gut etabliert ist, auch auf andere Lebensbereiche auszudehnen. 

Zwtl.: Technologischen Wandel nützen, um Arbeits- und Lebensbedingungen zu verbessern 

     Durch technologische Entwicklungen wandelt sich unser Verhalten als KonsumentInnen und NutzerInnen, unsere Lebensweise, aber auch unsere Arbeitswelt, so Schieder. Dem will die SPÖ als gestaltende politische Kraft Rechnung tragen. Ganz zentral ist für ihn dabei, für alle den Zugang zu jenem Wissen zu ermöglichen, wie mit dieser neuen Technologie umgegangen werden kann. „Und wir müssen sicherstellen, dass dieser Wandel zu Verbesserungen für die arbeitenden Menschen führt. Fortschritt und Digitalisierung brauchen eine soziale Agenda“, betonte Schieder.  

     Dieser Wandel sei kein neues Phänomen in der Menschheitsgeschichte, aber die Veränderungen gehen immer schneller. Der Druck, sich anzupassen, zu lernen, um sich in der Lebens- und Arbeitswelt zurechtzufinden, steigt. „Hätte man einen Römer zur Zeit Hannibals im zweiten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung eingefroren und 600 Jahre später aufgetaut, so hätte er nahtlos weiterleben und arbeiten können. In der damaligen Arbeitswelt, in der Produktion, hätte sich nicht viel verändert“, erklärt Schieder.  

     Anders würde es einer Frau wie seiner eigenen Großmutter ergehen, denn innerhalb ihres Lebens, von Beginn bis Ende des 20. Jahrhunderts, hat sich viel getan. „Es gab mehrmals politischen Wandel, die Gleichstellung von Frauen wurde schrittweise vorangetrieben und die Produktionswelt hat sich völlig verändert“, fasst Schieder zusammen. 

     Schließlich kam Schieder auf das Tiroler Neujahrsbaby Helena Elisabeth zu sprechen. Sie ist kurz nach Mitternacht am ersten Tag des Jahres 2017 geboren. „In welcher Welt wird sie aufwachsen?“, fragte Schieder. Sie wird in einer Zeit des rasanten Wandels leben, das gelte für die Technologien, den Arbeitsmarkt und die Gesellschaft als ganzes. Roboter reparieren Roboter, die Digitalisierung durchdringt alle Lebensbereiche, zugleich etablieren sich neue Arten des Zusammenlebens, die Familien werden wieder größer und bunter – so Schieders stichwortartige Beschreibung. 

     Für die Politik und seine Partei sieht Schieder hier einen klaren Auftrag. „Unsere Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass Helena die beste Bildung erhält, ihren Weg gehen und dabei die Vorteile von Digitalisierung und Fortschritt nutzen kann“, so Schieder. (Schluss) up/wf

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