Gebirgsjäger – die Gipfelstürmer des Bundesheeres auf dem Prüfstand

Edelweiss Raid: 4.000 Höhenmeter bis zum Sieg

Wien (OTS) - Für die österreichischen Gebirgsjäger gilt es heuer bei der „Edelweiss Raid“ ihren Titel gegen neun Nationen zu verteidigen. Von 15. bis 16. März bewältigen die Alpinspezialisten 40 km sowie 4.000 Höhenmeter. Die „Edelweiss Raid“ findet in den Tuxer Alpen statt und wird vom Bundesheer veranstaltet. 

Anlässlich des Beginns des Wettkampfes stellt Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil fest: "Die österreichischen Gebirgsjäger genießen international einen exzellenten Ruf. Im Rahmen der Edelweiss Raid bietet sich für die Soldatinnen und Soldaten die Möglichkeit, ihre anerkannten Fähigkeiten zum wiederholten Mal unter Beweis zu stellen. Ich wünsche allen Teilnehmern einen spannenden und unfallfreien Wettkampf."

Gebirgsjäger absolvieren eine der härtesten Ausbildungen des Bundesheeres. Die Soldatinnen und Soldaten müssen ihre Aufgaben im Gebirge unter extremen Bedingungen lösen. Zu ihren Fähigkeiten gehören unter anderem Skifahren, Klettern, Lawinen absprengen, Verschüttete bergen, Scharfschießen sowie das Orientieren im Gebirge. Diese müssen die alpinen Spezialisten auch im Wettkampf unter Beweis stellen. Zudem übernachten die Gebirgstruppen am Ende des ersten Wettkampftages auf 2.037m Seehöhe im selbst errichteten Biwak. 

Heuer messen sich Teams aus Deutschland, der Schweiz, Belgien, Polen, Norwegen, Italien, England, Russland und Rumänien mit den österreichischen Gebirgssoldaten. Um das Ziel zu erreichen, arbeiten die Teilnehmer als Gruppe zusammen. Teamfähigkeit, aber auch Improvisationsvermögen sind gefragt. Durch wechselnde Umweltfaktoren wie Schneefall oder Lawinengefahr kommt es manchmal zu spontanen Änderungen der Wettkampfstrecke. 

Die meisten Gebirgsjäger gehören zum Kommando Gebirgskampf mit Sitz in Absam in Tirol. Diesem zugehörig sind das Jägerbataillon 24 in Tirol, das Pionierbataillon 2 in Salzburg sowie das Gebirgskampfzentrum in Salzburg. Dem Kommando ist auch das Tragtierzentrum in Tirol unterstellt. Dort arbeiten die Soldatinnen und Soldaten mit insgesamt 51 Haflingerpferden zusammen. Die Tiere können dem Menschen im Gelände, im Gegensatz zu Fahrzeugen, fast überall hin folgen. Zusätzlich bilden die Jägerbataillone 23 und 26 in Bludesch und Spittal an der Drau Gebirgsjäger aus. 

Die „Edelweiss Raid“ findet im zweijährigen Rhythmus statt und ist nicht nur ein Wettkampf, sondern auch ein Training für militärische Einsätze im Hochgebirge. Dieses wird im Rahmen des EU-Programmes „Pooling and Sharing (P&S) Mountain Training Initiative (MTI)“ abgehalten. Das Österreichische Bundesheer leitet diese Initiative seit 2012 und ist für die internationale Kooperation im Bereich der Gebirgskampfausbildung verantwortlich. Ziel und Zweck der P&S MTI ist es, die Fähigkeiten der Gebirgstruppen weiterzuentwickeln und die Alpinausbildung zu standardisieren und zu koordinieren. Im weiteren Sinne stellt das europäische Programm die sicherheitspolitische Zusammenarbeit innerhalb Europas sicher.

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