Bedeutende Schenkung von Nobelpreisträger Martin Karplus bereichert die Dauerausstellung des Jüdischen Museums Wien

Wien (OTS/RK) - Das Jüdische Museum Wien, ein Museum der Wien Holding, erhielt von Nobelpreisträger Martin Karplus und dessen Frau Marci zwei Möbel aus dem Familienbesitz. Davon ist ein Klapptisch ab sofort in der Dauerausstellung „Unsere Stadt! Jüdisches Wien bis heute“ zu sehen.

Video zur Dauerausstellung „Unsere Stadt! Jüdisches Wien bis heute" (2013): http://bit.ly/2mnYtmo

Ein Klapptisch mit Geschichte

Das wunderschöne Möbelstück, welches nicht nur stilistisch interessant ist, bereichert die Ausstellung des Museums auch durch seine Geschichte. Der Klapptisch war einst der Spieltisch von Martin Karplus Großvater. Dr. Johann Paul Karplus, Neurologe und Primar an der Wiener Polyklinik, spielte gerne mit seinen Freunden Tarock, darunter auch sein Kollege Dr. Sigmund Freud. Treffpunkt war dabei die repräsentative Karplus-Familienwohnung im zweiten Stock des Palais Auspitz-Lieben, wo Karplus mit seiner Frau Valerie, geb. Lieben, und vier Söhnen wohnte.

Johann Paul Karplus starb 1936, Valerie im Jänner 1938. Der älteste Sohn Hans, Vater von Nobelpreisträger Martin Karplus, war als einziger der Familie zur Zeit des „Anschluss“ in Wien. Er organisierte vier Möbelcontainer und sandte sie an seine Brüder nach Palästina und in die USA, wohin er kurze Zeit später selbst flüchtete.

Direktorin Danielle Spera betont: „Diese bedeutende Schenkung gibt uns die Möglichkeit, auch in unserer Dauerausstellung die Verbindungen zwischen den Ringstraßen-Familien und der Wiener jüdischen Geisteswelt darzustellen. Dafür danken wir Martin und Marci Karplus herzlich.“

Schaukelstuhl ab Mai 2018 in großer Ausstellung über die Wiener Salons

Bei dem zweiten Möbelstück, das Martin und Marci Karplus dem Jüdischen Museum Wien überantworteten, handelt es sich um einen Schaukelstuhl. Dieser wird ab Mai 2018 in einer Ausstellung über die Wiener jüdischen Salons zu sehen sein.

Foto- und Pressematerial zu den aktuellen Ausstellungen finden Sie auf der Homepage des Jüdischen Museums Wien unter www.jmw.at/de/presse

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