Kaske zur Erweiterung des Berufsschulunterrichts: „Durchbruch Richtung mehr Lernqualität“

Forderung von Arbeiterkammer, Gewerkschaft und Gewerkschaftsjugend wird endlich umgesetzt

Wien (OTS) - „Endlich kommt, wofür wir uns seit Jahren einsetzen“, kommentiert AK Präsident Rudi Kaske die gestern Nachmittag angekündigte Erweiterung des Berufsschulunterrichts auf 1.260 Ausbildungsstunden für alle Lehrlinge. Die Erweiterung schafft Chancengerechtigkeit zwischen den Lehrberufen. Es bleibt mehr Zeit, um bisher Versäumtes aufzuholen. Letztlich können die Lehrlinge auch zusätzlichen Unterricht in berufsspezifischen Fächern bekommen. "Das ist ein Durchbruch Richtung mehr Lernqualität in den betroffenen Lehrberufen", sagt Kaske.

Beispielsweise für gut 10.000 Lehrlinge im Gastgewerbe und etwa für mehrere 1.000 im Einzelhandel waren bisher nur 1.080 Ausbildungseinheiten in der Berufschule vorgesehen, während es in anderen dreijährigen Lehrberufen längst mehr sind. Kaske: „Das hat im Klartext bedeutet, dass die einen mehr im Betrieb anpacken mussten, während die anderen seltener im Betrieb sind, dafür aber besser auf den Beruf vorbereitet werden.“ Diese Ungerechtigkeit wird jetzt beseitigt.

Als nächstes fordert Kaske „Schluss mit dem Lotteriespiel, ob ein Lehrling in einem bestimmten Beruf je nach Lehrbetrieb gut ausgebildet wird oder nicht“. Nötig sei, dass in den Lehrbetrieben verpflichtendes Qualitätsmanagement für die Ausbildung kommt.

Kaske: „Es kann nicht sein, dass praktisch alle Lehrlinge die Berufsschule schaffen und damit in Theorie positiv sind, aber mehr als ein Fünftel bei der Lehrabschlussprüfung beim ersten Mal durchfällt oder gar nicht antritt, weil es im Betrieb bei der praktischen Ausbildung hapert.“

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