Steuergeld für ein Bergrestaurant?

Wozu braucht eine Stadt ein eigenes Weingut?

Wien (OTS) - „Nach feudaler Grundherrenart wurde gestern der jahrzehntelange Pächter des Café und Schlossrestaurant "Cobenzl" Olaf Auer, von seinem mit eigenen Händen aus einer Brandruine aufgebauten Restaurant nach einem Gerichtsbeschluss brutal vertrieben“, empört sich der Fraktionsobmann der Wahlgemeinschaft Fachliste der gewerblichen Wirtschaft - RFW, Karl Ramharter. Und weiter, “Eigenbedarf des gemeindeeigenen Weingutes der Stadt Wien als Grundstückseigner war der offizielle Grund dieser Zwangsvertreibung“.

Somit ist zu befürchten, dass in Zukunft der Wiener Steuerzahler ein weiteres wirtschaftliches Hobby des von Selbstverwirklichung getriebenen Wiesen-, Wald-, und Forstdirektors der Stadt Wien finanzieren darf. Dabei gäbe es genug Beispiele die belegen, dass Beamte und deren Vorgesetzte unserer Stadt unfähig sind ein Unternehmen wirtschaftlich und positiv zu führen.

Nun wird ein Betrieb der seit 37 Jahren positiv bilanziert und von dem die Mitarbeiter und ihre Familien leben konnten geopfert. Ein Betrieb der zufriedene Gäste hatte muss einem Höhenluftprojekt weichen von dem noch nicht einmal die Eckdaten feststehen.

„Wobei man sich fragen muss warum eine Stadt ein eigenes Weingut braucht? Wo in Wien doch genug private Weinbaubetriebe mit ausgezeichneten Weinen beheimatet sind. Man muss auch hinterfragen mit wieviel Steuergeld dieses Weingut den heimischen Weinbaubetrieben unnötige Konkurrenz macht“, so Ramharter weiter. „Wahrscheinlich werden die Wiener noch einiges vom Cobenzl hören, es werden aber keine guten Nachrichten sein. Sicher ist, dass das Schlossrestaurant Cobenzl nur durch die Eigeninitiative des bisherigen Pächters und seiner Familie funktioniert hat. Und das geht nicht mit einer 381/2 Stunden Woche“, schloss Ramharter.

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