Metalltechnische Industrie 2016 im Plus

Erwartungen für 2017 leicht positiv, Maschinenbau Exportmotor

Wien (OTS) -

  • Produktionswert 2016 laut Hochrechnung um 0,47 % auf rund 36 Milliarden Euro gestiegen
  • Auftragseingänge 2016 plus 1,15 %, Beschäftigung mit 129.400 auf Höchststand (+ 1 %)
  • Stimmung unter den Unternehmen für das 1. Halbjahr 2017 zuversichtlich
  • Maschinenbau weiterhin Motor der Branche
  • Internationale Dreiländerkonferenz in Salzburg beschäftigt sich mit Digitalisierung und Industrie 4.0

Die Metalltechnische Industrie blickt in ihrem aktuellen Branchenausblick positiv in das erste Halbjahr 2017. Die vorläufigen, hochgerechten Zahlen für das Jahr 2016 ergeben für die Gesamtbranche einen Produktionswert von EUR 36,01 Milliarden, das ist ein Plus von 1,32 %, preisbereinigt liegt das Plus bei 0,47 %. Die Auftragseingänge sind 2016 mit EUR 32,4 Milliarden (plus 1,15 % preisbereinigt) im Vergleich zur Vorjahrsperiode ebenfalls gestiegen. Auch der Beschäftigtenstand lag 2016 mit 129.400 um 1,1 % über dem Vorjahreswert. Die Exportquote liegt bei knapp 80 %, die wichtigsten Handelspartner 2016 waren Deutschland mit rund 7 Milliarden EUR in den ersten 3 Quartalen 2016 (+ 2,6 %), die USA mit rund 2 Mrd. EUR (-3,4 %) und Frankreich mit rund 1,2 Milliarden (+ 12 %).

Christian Knill, Obmann des Fachverbands Metalltechnische Industrie, zeigt sich über die Tendenz erfreut: „Die Metalltechnische Industrie ist nach wie vor DER Jobmotor unter den Industriebranchen. Das Wachstum 2016 war angesichts der internationalen Rahmenbedingungen solide, die Unternehmen nehmen ihre Verantwortung wahr und sichern Arbeitsplätze in einer Zukunftsbranche. Es gilt jetzt, den Schwung zu nützen und die politischen Rahmenbedingungen weiter zu verbessern.“ Knill sieht vor allem in einer weiteren Senkung der Lohnnebenkosten und flexibleren Arbeitszeiten die effektivsten Hebel, um das Wachstum in der Metalltechnischen Industrie abzusichern und auf ein höheres Niveau zu bringen. „Unser Ziel muss ein Produktionswachstum von über 2 % sein, nur so können auch die nötigen Investitionen wieder anspringen. Und das hilft dem Standort und sichert die Beschäftigung.“

Stimmungslage in der Branche leicht positiv

Der aktuelle Branchenausblick für die Metalltechnische Industrie, basierend auf dem WIFO-Konjunkturtest, zeigt einige erfreuliche Signale. Die darin befragten Unternehmen rechnen für die nächsten sechs Monate mehrheitlich mit einer positiven Geschäftsentwicklung. In den vergangenen Jahren gab es oft kurze Strohfeuer mit positiven Geschäftserwartungen, diese konnten in Folge aber nie durch gute Auftragsbestände untermauert werden. Nun hat sich die Situation geändert, alle Indikatoren deuten für 2017 auf eine nachhaltigere Erholung hin.

Maschinenbau Rückgrat der Produktion

Der Maschinenbau ist innerhalb der Metalltechnischen Industrie die stärkste Branche. Er erzielte 2016 einen Produktionswert von rund 19 Milliarden EUR und ein Produktionswachstum von rund 1,9 % (preisbereinigt). Aktuell sind mehr als 75.000 Menschen in dieser hochtechnisierten Branche beschäftigt. Der Branchenausblick zeigt für die Maschinenbauer ein Plus bei den Auftragseingängen von September bis November 2016 von 4,4 %, die Auftragsstorni lagen im selben Zeitraum 60 % unter jenen des Vorjahres. Das sind Indikatoren dafür, dass sich die Rahmenbedingungen zu bessern beginnen.

Dreiländerkongress in Salzburg zur Digitalisierung im Maschinenbau

Für die DACH-Region hat der Maschinenbau eine ganz besondere Bedeutung, alle drei Länder nehmen dabei weltweit Spitzenpositionen ein. Betrachtet man etwa den Anteil der Maschinenexporte pro Einwohner, so exportiert die Schweiz rund 2.200 EUR pro Kopf, Österreich rund 1.200 EUR und Deutschland rund 1.800 EUR. Lediglich Singapur liegt hier mit 4.100 EUR vor den DACH-Ländern.

Christian Knill: „Unsere Maschinenbauer sind global gesehen im Spitzenfeld. In einigen Nischenbereichen sind wir die Besten. So kommt nicht nur der beste Skifahrer der Welt aus Österreich, sondern jeder einzelne Ski, der weltweit gefahren wird, kommt aus einer österreichischen Maschine.“

Das Thema Digitalisierung im Maschinen- und Anlagenbau steht im Zentrum eines Branchenkongresses für Maschinenbauer aus Deutschland, der Schweiz und Österreich am 16. und 17. März im Salzburger Kongresszentrum. Veranstaltet wird der Kongress von den drei Branchenverbänden VDMA, SWISSMEM und dem Fachverband Metalltechnische Industrie. Hochkarätige Referenten, darunter EU-Kommissar Oettinger, sowie Top-Manager aus allen drei Ländern diskutieren in interaktiven Plattformen neueste Entwicklungen und Zukunfts-Trends in der Branche.

Über die Metalltechnische Industrie

Die Metalltechnische Industrie ist Österreichs stärkste Branche. Über 1.200 Unternehmen aus den Industriezweigen Maschinenbau, Anlagenbau, Stahlbau, Metallwaren und Gießerei bilden das Rückgrat der heimischen Industrie. Die exportorientierte Branche ist mittelständisch strukturiert, besteht zu mehr als 85 % aus Familienbetrieben und ist für ein Viertel aller österreichischen Exporte verantwortlich. Zahlreiche Betriebe sind Weltmarktführer und „Hidden Champions“.

Die Metalltechnische Industrie beschäftigt direkt rund 130.000 Menschen und sichert damit indirekt an die 250.000 Arbeitsplätze in Österreich. Sie erwirtschaftete 2016 einen Produktionswert von rund 36 Milliarden Euro.
Der Fachverband Metalltechnische Industrie, ein Zusammenschluss der ehemaligen Fachverbände Maschinen- und Metallwarenindustrie sowie Gießereiindustrie, zählt zu den größten Wirtschafts- und Arbeitgeberverbänden Österreichs und ist eine eigenständige Organisation im Rahmen der Wirtschaftskammer Österreich.

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