Greenpeace an Finanzminister Schelling: Jetzt neue OMV-Strategie fordern

Reaktion auf Falter-Bericht - Umweltschutzorganisation verlangt Neuausrichtung des Mineralölkonzerns

Wien (OTS) - In Folge eines heute veröffentlichten Berichts in der Wochenzeitung Falter fordert die Umweltschutzorganisation Greenpeace einen Strategiewechsel bei der OMV. Der Medienbericht bestätigt, dass sich die OMV auch in Zukunft auf fossile Energien stützen will. Dies steht im krassen Widerspruch zum Pariser Klimaabkommen, das einen konsequenten Ausstieg aus fossilen Energien vorsieht, um die Erderwärmung auf mindestens unter zwei Grad Celsius zu begrenzen. Daher fordert Greenpeace von der Republik Österreich, dem größten Investor der OMV, sich um eine Neuausrichtung der Konzernstrategie zu bemühen.

„Österreich hat das Pariser Klimaabkommen ratifiziert und bekennt sich somit zum Kampf gegen den Klimawandel. Dies muss auch für die Unternehmen gelten, an denen die Republik Österreich beteiligt ist – und dazu gehört die OMV“, erklärt Adam Pawloff, Klima- und Energiesprecher bei Greenpeace in Österreich. „Aus diesem Grund hat die Republik Österreich die Verantwortung dafür, dass die OMV endlich einen Strategiewechsel hin zu erneuerbaren Energien vollbringt.“ Die österreichische Republik hält 31,5 Prozent an der OMV. Vertreten wird Österreich als Investor dabei durch die Österreichische Bundes- und Industriebeteiligungen GmbH (ÖBIB), die wiederum in die Zuständigkeit des Finanzministeriums fällt.

Der Falter-Bericht mit dem Titel „Mit Vollgas auf der Ölspur“ thematisiert die grundsätzliche Entwicklung des Öl- und Gasmarktes sowie das Klimaabkommen von Paris und analysiert die Entwicklung des Mineralölkonzerns OMV unter Vorstandsvorsitzendem Rainer Seele. Experten und frühere Mitarbeiter - etwa Walter Böhme, ehemaliger Leiter der Innovationsabteilung der OMV - kommen darin zu Wort. „Worauf wir schon lange hinweisen, wird nun auch von Branchen-Insidern bestätigt. Der OMV droht der Niedergang, wenn sie nicht endlich die Zeichen der Zeit erkennt“, so Pawloff.

Beispiele dafür, dass ein Strategiewechsel machbar ist, gibt es genügend. „Internationale Experten und Konzerne zeigen es vor: Der Öl- und Gasmarkt ist im Umbruch. Doch die OMV kümmert das wenig. Damit riskiert Rainer Seele das Überleben eines der wichtigsten Wirtschaftsunternehmen in Österreich“, warnt Adam Pawloff. Nun müsse die Republik Österreich, größter Eigentumsvertreter der OMV, endlich einschreiten. „Jetzt liegt es an Finanzminister Hans Jörg Schelling sicherzustellen, dass die Interessen der Republik Österreich gewahrt bleiben, indem sich die OMV als zukunftsfähiges Energieunternehmen ausrichtet.“

Das Dossier „Risikofaktor OMV – Fossile Wirtschaftsmodelle ohne Zukunft“ finden Sie unter: http://bit.ly/1WY1p7Z

Das Factsheet „Risikofaktor OMV – Fossile Wirtschaftsmodelle ohne Zukunft“ finden Sie unter: http://bit.ly/1TPr0O3

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