„profil online“: Plagiatsverdacht bei Roščić-Dissertation

„profil“ stellt kritische Passagen online

Wien (OTS) - „profil online“ veröffentlicht auf seiner Website die kritischen Passagen aus der nun unter Plagiatsverdacht stehenden Dissertation des designierten Staatsoperndirektors Bogdan Roščić. Der Salzburger Plagiatsprüfer Stefan Weber war bei einer Analyse von Roščić’ Arbeit 1988 („Gesellschaftstheorie als Kritische Theorie des Subjekts – Zur Gesellschaftstheorie Th. W. Adornos“) auf Parallelen zu einer sechs Jahre zuvor an der Uni Bremen eingereichten Doktorarbeit des deutschen Publizisten Peter Decker gestoßen – und übermittelte der Universität Wien kürzlich ein erstes Zwischenergebnis. Weber wollte sich dazu gegenüber „profil“ nicht äußern.

Beide Arbeiten liegen „profil“ vor, die kritischen Passagen sind nun online abrufbar. Eine Auswertung zeigt, dass Roščić für das erste Kapitel seiner insgesamt 114 Seiten umfassenden Dissertation ganze Passagen von Decker übernahm – und das wortwörtlich, ohne Decker als Quelle anzuführen. Der Name Peter Decker wird in der gesamten Dissertation mit keinem einzigen Wort erwähnt. Fünf der neun Seiten des ersten Kapitels („Einleitung“) wurden faktisch zur Gänze von Decker abgeschrieben (einschließlich der von Decker eingearbeiteten Literaturhinweise). Gegenüber der Austria Presseagentur erklärte Roščić: „Die Einzelheiten der nun monierten Verwendung kann ich, auch wegen der knapp 30 Jahre Abstand, derzeit nicht rekonstruieren. Ich bin mit der Universität Wien hierzu in Kontakt, sie wird meine Arbeit der entsprechenden Prüfung unterziehen.“

Details auf www.profil.at

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