Regner: Kein Platz für Diskriminierung in Europa – weder online noch offline

SPÖ-Delegationsleiterin fordert Ende der Benachteiligung beim Zugang zu Gütern und Dienstleistungen

Wien (OTS/SK) - Angefangen vom rosa Rasierer, der deutlich teuer als der neutral gehaltene Männer-Rasierer ist, bis hin zu Schwangeren, die trotz gültigen Tickets am Flughafen stehengelassen werden: Frauen sind beim Zugang zu Gütern und Dienstleistungen oftmals benachteiligt und müssen höhere Preise als Männer für dasselbe Produkt oder dieselbe Dienstleistung zahlen. „Als Sozialdemokratin und Feministin kämpfe ich für ein Ende dieser Benachteiligung, gegen direkte und indirekte Diskriminierung von Frauen und geschlechtsspezifische Preisgestaltung. Mir war in den Verhandlungen wichtig, dass der Diskriminierungsschutz immer besteht, egal wie eine Ware oder Dienstleistung angeboten wird – ob offline oder online. Wichtig ist, dass nun Haftungsfragen der Dienstleister und Online-Plattformen geklärt werden. Wer haftet etwa, wenn es zu Belästigungen durch einen Mitarbeiter eines Fahrdienstvermittlers kommt?", so SPÖ-EU-Delegationsleiterin Evelyn Regner, Chefverhandlerin der SozialdemokratInnen. ****

"Leider nimmt es ein Großteil der konservativen EU-Abgeordneten mit den Frauenrechten nicht ganz so ernst. In den Verhandlungen gab es keine Chance, die Bereiche Werbung, Medien und Bildung in den Anwendungsbereich aufzunehmen. Dabei wird gerade in Werbung und Medien die Entstehung von geschlechterspezifischen Stereotypen geprägt und Frauen sexistisch dargestellt. Da geht es auch ganz klar um die Würde der Frau, der die Konservativen mit der Ablehnung dieser Forderung eine Absage erteilen“, sagt Regner.

Erfreulich ist, dass sich das EU-Parlament klar für die Auflösung der bereits acht Jahre andauernden Blockade des Rats bei der allgemeinen Antidiskriminierungsrichtline ausgesprochen hat. „2017 ist es endlich an der Zeit, jeglicher Diskriminierung aufgrund des Geschlechts, der sexuellen Orientierung, Religion, Beeinträchtigung oder Alters ein Ende zu setzen. Warum darf hier immer noch beim Zugang zu Wohnraum, Gesundheitsversorgung oder Sozialschutz diskriminiert werden? Damit wird ein reaktionäres Gesellschaftsbild einzementiert, das in einem modernen Europa nichts verloren hat. Wie wir es mit der Gleichbehandlung halten, ist ein wichtiges Kriterium für die Demokratie unserer Gesellschaft. Deshalb ist es umso bedauerlicher, dass viele Mitgliedstaaten selbst im Jahr 2017 echte Fortschritte verhindern, so Evelyn Regner, Mitglied im Frauenrechteausschuss. (Schluss) bj/mp

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