Lunacek: „EP-Kreislaufwirtschaftspaket schont Umwelt, reduziert Müll und schafft Arbeitsplätze“

Europaparlament schiebt Lebensmittelverschwendung einen Riegel vor

Straßburg (OTS) - „Was lange währt, wird endlich gut – das gilt besonders für das heute von einer Mehrheit des Europaparlaments angenommene Kreislaufwirtschaftspaket. Nach dem inakzeptablen Zurückziehen dieses zentralen Umwelt- und Wirtschaftspakets durch die EU-Kommission 2015, hat das beharrliche Drängen des Europaparlaments heute einen guten Abschluss gefunden.

In den verschiedenen Berichten dieses Pakets steckt eine ganz Liste von neuen Regeln, die Recycling und Wiederverwendung von Produkten fördern sowie Müll und Lebensmittelverschwendung eindämmen. Diese vernünftigen Regulierungen schonen nicht nur die Umwelt, sondern sie bringen auch neue Möglichkeiten für die Wirtschaft mit sich und schaffen neue Jobs.

Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen, die neue Lösungen für Abfallvermeidung oder Recycling entwickeln, werden von den neuen Regeln – vor allem von den verbindlichen Zielen für Recycling – profitieren. Das damit eingehende Potenzial für neue Arbeitsplätze ist riesig. Recycling oder Reparatur von Produkten schafft viel mehr Jobs, als wenn man sie verbrennt oder auf die Mülldeponien kippt. Aus diesem Grund müssen Unternehmen in Zukunft auch die technischen Details ihrer Produkte veröffentlichen. Das macht die Reparatur einfacher und ist ein wirksames Mittel gegen eingebaute Fehler, die die Lebenszeit eines Produkts von Anfang an begrenzen sollen.

Besonders wichtig ist auch, dass mit dem heute beschlossenen Paket endlich der Verschwendung von Lebensmitteln Einhalt geboten wird. Es darf nicht sein, dass in der Europäischen Union jedes Jahr rund 88 Millionen Tonnen noch essbarer Waren in den Abfall wandern. Das entspricht etwa 500.000 Lkw-Ladungen pro Jahr. Viele Lebensmittel landen schon auf dem Weg vom Acker in die Geschäfte im Müll. Es ist jetzt ein großer Erfolg, dass das Europäische Parlament erstmals verbindliche Ziele zur Reduzierung von Abfällen aus Lebensmitteln fordert. Die Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten müssen dem folgen“, erklärt Ulrike Lunacek, Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments und Delegationsleiterin der österreichischen Grünen im EP, nach der Abstimmung des Kreislaufwirtschaftspakets im Plenum des Europaparlaments in Straßburg.




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