- 14.03.2017, 11:51:31
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Rasinger: Dürfen österreichisches Gesundheitssystem nicht schlechtreden
ÖVP-Gesundheitssprecher: Österreich auf Platz zehn bei Kosten
Utl.: ÖVP-Gesundheitssprecher: Österreich auf Platz zehn bei Kosten =
Wien (OTS/ÖVP-PK) - Die Medizin kann viel, aber leider nicht alles.
Die Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser ist viel zu früh von uns
gegangen, sagte heute, Dienstag, ÖVP-Gesundheitssprecher Abg. Dr.
Erwin Rasinger anlässlich der Vorstellung der neuen
Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner im Nationalrat. „Wir müssen
daher alles tun, die Medizin möglichst vielen Menschen – unabhängig
vom Alter und Einkommen - zugutekommen zu lassen“, so Rasinger, der
die neue Gesundheitsministerin Pamela Rendi.-Wagner begrüßte. Er habe
die Ministerin bereits als Sektionschefin kennen- und
schätzengelernt.
Rasinger hob in seiner Rede den Wert der Hausärzte hervor. Vieles
werde derzeit schlechtgeredet. „Wenn man dann genau hinschaut, hält
das nicht stand“, verwies der Gesundheitssprecher darauf, dass 14
Millionen Amerikaner durch das Abgehen von Obama-Care ihre
Krankenversicherung verlieren. Doch selbst während Obama Care seien
30 Millionen unterversichert gewesen. England werde oft als gutes
Beispiel für den Gesundheitsbereich genannt. Aber auch hier müsse man
sehen, dass man laut „Guardian“ vier Wochen auf einen Termin beim
Hausarzt warte.
Hinsichtlich der Debatte um die Gesundheitszentren zeigte sich
Rasinger optimistisch, eine gute Lösung zu finden. „Ich habe nichts
gegen Gesundheitszentren, aber die Hausarztmedizin soll nicht
schlechtgeredet werden. Wir haben 4.000 Hausärzte und es werden immer
weniger. Warum? Diese bekommen um 40 Prozent weniger bezahlt.
Lehrpraxis und Ausbildung im Spital finden oft nicht statt. Wir
dürfen nicht zulassen, dass uns die Ärzte ins Ausland abwandern.“
Der Gesundheitssprecher hob auch die Wichtigkeit von Prävention
hervor. 80 Prozent der Herzinfarkte wären vermeidbar, wenn man
weniger rauchen, das Cholesterin genauer einstellen und sich gesund
ernähren bzw. sich auch mehr bewegen würde.
Auch die Wartezeiten seien ein Thema, verwies Rasinger auf
Wartezeiten von vier Monaten für einen Schilddrüsentermin. Auch ein
akuter Psychiatertermin sei nicht möglich. „Wir brauchen hier ein
besseres Versorgungsangebot der Krankenversicherung.“ Für ihn als
Hausarzt sei die Qualität – das vertrauliche Vieraugenprinzip –
entscheidend. Das österreichische Gesundheitssystem sei im
internationalen Vergleich sehr gut. „Wir liegen auf Platz zehn und
geben weniger aus als Deutschland und die Schweiz.“
Abschließend zitierte Rasinger Arthur Schopenhauer: "Die Gesundheit
ist zwar nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts." Und
Rasinger weiter: „Ich möchte auch noch mit 87 Jahren so gesund sein
wie der Nobelpreisträger für Gedächtnisforschung Eric Kandel, der zu
mir sagte: „Erwin, never give up“. – „Wir werden also in der
Gesundheitspolitik nie aufgeben.“
(Schluss)
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