Regner: Managergehälter sind kein leistungsloses Grundeinkommen

EU-Parlament setzt Regeln für mehr Nachhaltigkeit in Europas Vorstandsetagen

Wien (OTS/SK) - „AktionärInnen können künftig die Vergütung des Vorstandes nicht nur an kurzfristige Kurssprünge, sondern an den langfristigen Erfolg knüpfen. Damit machen wir kurzfristiger Bonijagd ohne Blick auf soziale Kosten ein Ende“, sagt Evelyn Regner, die Delegationsleiterin der SPÖ-EU-Abgeordneten und ergänzt: „Es ist notwendig, Managergehälter nicht einfach immer weiter steigen zu lassen, sondern an den nachhaltigen Firmenerfolg zu binden. Die Faustregel soll künftig lauten: Hohe Managergehälter sind kein leistungsloses Grundeinkommen, sondern nur gerechtfertigt, wenn das Unternehmen nachhaltig erfolgreich ist.“ ****

Mit der Reform der Aktionärsrechte-Richtlinie ist den SozialdemokratInnen ein großer Verhandlungserfolg gelungen:
Unternehmensentscheidungen sollen nachhaltiger werden und Managergehälter an langfristigeren Erfolg geknüpft sein. Mit neuen Rechten ausgestattet, werden künftig die AktionärInnen in Europa über die Managergehälter abstimmen.

„EigentümerInnen müssen größere Verantwortung in Unternehmen übernehmen. Das kurzfristig angelegte Shareholder-Konzept war eine der Hauptursachen der Wirtschafts- und Finanzkrise, die uns deutlich gezeigt hat, dass diese Politik gescheitert ist. Es ist uns SozialdemokratInnen in langen Verhandlungen gelungen, die Rechte von ArbeitnehmerInnen und AktionärInnen in Unternehmen zu stärken“, so die Delegationsleiterin der SPÖ-EU-Abgeordneten, Evelyn Regner.

Die Richtlinie sieht vor, dass die Vergütung der ManagerInnen an die Unternehmensperformance und Sozial- und Umweltstandards geknüpft werden können. Zum Vergütungsbericht dürfen auch die ArbeitnehmerInnen Stellung nehmen, noch bevor er der Hauptversammlung vorgelegt wird. „MitarbeiterInnen sind an einem langfristigen Erfolg des Unternehmens interessiert und können sinnvolle Ratschläge und Einblicke in den Unternehmensalltag geben. Davon profitierten auch die Shareholder. Das ist ein wichtiger Fortschritt für ArbeitnehmerInnen, in deren Mitgliedstaaten es bisher keine Mitbestimmung in Unternehmen gab. Die neue Aktionärsrichtlinie ist ein wichtiges Instrument, um Transparenz in die europäische Unternehmenswelt zu bringen und leistet einen Beitrag zu mehr Verteilungs- und Steuergerechtigkeit in Europa“, sagt Regner. (Schluss) bj/mp

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