„Report“ mit dem „Streit um Erdoğan“ und dem „Aus für Sonderschulen"

Am 14. März um 21.05 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Susanne Schnabl präsentiert den „Report“ am Dienstag, dem 14. März 2017, um 21.05 Uhr in ORF 2 mit folgenden Themen:

Streit um Erdoğan

Mitte April soll die Türkei über eine neue Verfassung abstimmen, die Präsident Recep Tayyip Erdoğan noch mehr Macht verschaffen soll. Eine Mehrheit ist nicht sicher, umso heftiger kämpfen Anhänger seiner AKP um Zustimmung – auch im Ausland. In Deutschland wurden solche Veranstaltungen bereits verboten, auch Österreich diskutiert über Einschränkungen der Versammlungsfreiheit als Mittel gegen antidemokratische politische Werbung von Ausländern. Aber kann man Freiheitsrechte schützen, indem man sie einschränkt? In welche Konflikte stürzt die Auseinandersetzung um die türkische Verfassung hier lebende Menschen mit türkischen Wurzeln, und warum ist in Österreich die Aufregung immer besonders groß, wenn es um Türken geht? Helga Lazar, Martina Schmidt und Katja Winkler berichten.

Live-Gäste im Studio sind Hakan Akbulut, Politologe und Experte zur türkischen Außen- und Sicherheitspolitik, und Birol Kilic, Obmann der Türkischen Kulturgemeinde in Österreich.

Aus für Sonderschulen

Bis 2020 will die Bildungsministerin die meisten Sonderschulen schließen. Alle Kinder mit und ohne Beeinträchtigungen sollen gemeinsam unterrichtet werden, Sonderschulen würden stigmatisieren und ausgrenzen. Eltern von Kindern mit Behinderungen fürchten, dass es in Zukunft zu wenig Mittel, Lehrerinnen oder Lehrer und Pflegekräfte für ihre Kinder geben wird, und wollen am bisherigen System festhalten. Monika Feldner-Zimmermann und Helga Lazar zeigen, ob und wie Inklusion in der Schulpraxis gelingt.

TIWAG: Belastetes Erbe

Die Tiroler Wasserkraft AG (TIWAG) verkauft ein Millionengrundstück in Haiming im Oberinntal an einen Speckproduzenten. Gegen dieses Geschäft formiert sich Widerstand, denn die Grundstücke wurden den Bauern von den Nationalsozialisten unter ungeklärten Umständen abgenommen, um dort ein Zwangsarbeiterlager für ein gigantisches Wasserkraftwerk zu errichten. Es sollte die Energie für einen riesigen Windkanal zur Entwicklung einer Wunderwaffe für den Luftkampf liefern. Eine 1943 gedrehte Filmdokumentation über die Baustelle zeigt die Dimension der Nazipläne. Das Kraftwerk wurde nie gebaut, die TIWAG übernahm die Grundstücke, wollte dieses belastete Erbe den Bauern aber nie zurückverkaufen. Margit Schuschou und Ernst Johann Schwarz erzählen eine aufsehenerregende Geschichte über die braunen Schatten der Vergangenheit in Haiming.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar.

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