FP-Huber: Pflegesystem NÖ steht vor dem Kollaps

FPÖ NÖ fordert die Schaffung des Lehrberufes "Pflege und Betreuung"

St. Pölten (OTS) - „In Niederösterreich herrscht ein gefährlicher Mangel an Pflege- und Betreuungspersonal“, schlägt FPÖ-Gesundheitssprecher LAbg. Ing. Martin Huber Alarm. Mehr als 115.000 Pflegebedürftige wird es in zehn Jahren in Niederösterreich geben. Das sind ein Drittel mehr als derzeit. „Während qualifiziertes Fachpersonal an allen Ecken und Enden fehlt, stürmen die oft schlecht ausgebildeten und selbst ernannten Pflegekräfte aus dem Osten unseren Arbeitsmarkt“, kritisiert Huber.
Die Freiheitlichen wollen den skandalösen Zuständen ein Ende setzen.

"Wir werden künftig in der Pflege jede Hand benötigen deshalb brauchen wir den Lehrberuf 'Pflege und Betreuung'", fordert Huber eine Ausbildungsoffensive. „Damit ergeben sich für junge Menschen große Berufs- und Zukunftschancen, und die Pflege unserer immer älter werdenden Landsleute wird qualitativ hochwertig abgesichert“, so Huber.
In Österreich sind aktuell mehr als 80.000 Pflegehelfer aus dem Osten gemeldet. „Jeweils 30.000, also insgesamt zwei Drittel, kommen aus der Slowakei und Rumänien“, erklärt Huber. Die meisten 24-Stunden-Pfleger werden in Niederösterreich benötigt, 22.412 an der Zahl. Aufgrund mangelnder Ausbildung passieren häufig Fehler, wie z.B. die nicht fachgerechte Lagerung der zu betreuenden Personen. Dadurch kommt es immer öfter zum so genannten „Wundliegen“. Die Kosten für eine nachfolgende, stationäre Behandlung sind für die öffentliche Hand erheblich – rund 50.000 Euro. Eine Umstellung des gesamten Systems ist also dringend notwendig.

Neben der Schaffung eines attraktiven Lehrberufes fordern die Freiheitlichen eine Bundesagentur für Pflege und Betreuung mit einem speziellen Arbeitszeitmodell für die 24-Stunden Pflege. Dort wäre zukünftig das Personal anzustellen. „Die Menschen werden immer älter, gutes Pflegepersonal immer seltener und die Regierung immer ratloser“, ärgert sich Huber über das rot-schwarze Totalversagen. „Anstatt nach minderqualifiziertem „Billigstpersonal“ im Osten zu suchen , soll die Regierung endlich unser freiheitliches Modell zum Wohle unserer Landsleute umsetzen!"

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