Steinbichler: „Sehr positives Jahr nach Privatisierung“

Jahresergebnis der Kommunalkredit Austria AG für das Geschäftsjahr 2016

Wien (OTS) -

  • IFRS-Jahresüberschuss nach Steuern EUR 49,0 Mio.
  • Eigenkapitalbasis weiter gestärkt: Eigenmittelquote 42,3 %; Kernkapitalquote 32,9 %
  • Keine Kreditausfälle im Jahr 2016
  • Positiver Geschäftsverlauf für 2017 erwartet

Die Kommunalkredit Austria AG (Kommunalkredit) hat 2016 im ersten vollen Geschäftsjahr nach der Privatisierung einen IFRS-Jahresüberschuss nach Steuern von EUR 49,0 Mio. erzielt. Die Bank besitzt ein Kreditportfolio mit hoher Qualität, das 2016 keine Ausfälle aufwies, und verfügt über eine ausgezeichnete Kapitalbasis, die sie 2016 weiter stärken konnte: Die Gesamtkapitalquote erhöhte sich auf 42,3 %, die harte Kernkapitalquote auf 32,9 %. Die Bank konnte die Kundeneinlagen im Laufe des Jahres von EUR 9,0 Mio. auf EUR 210,8 Mio. steigern und Neugeschäftstransaktionen in Höhe von EUR 242,6 Mio. generieren.

Kommunalkredit-Vorstandsvorsitzender Alois Steinbichler: „Das erste volle Geschäftsjahr nach der Privatisierung im Herbst 2015 war sehr erfolgreich. Die Kommunalkredit hat 2016 ein solides Ergebnis erzielt. Mit unserer guten Kapitalausstattung und unserem klaren Geschäftsmodell sind wir als Spezialbank im stark wachsenden Markt für Infrastrukturfinanzierungen sehr gut positioniert.“

Strategie und Geschäftsverlauf: Die Kommunalkredit bildet die Brücke

Als Spezialbank für Infrastruktur bildet die Kommunalkredit die Brücke zwischen den Errichtern von Infrastruktur wie Kommunen, Unternehmen der öffentlichen Hand oder privaten Projektbetreibern auf der einen Seite und institutionellen Investoren wie Versicherungen oder Pensionsfonds auf der anderen. Die Kommunalkredit bringt dabei die Interessen beider Seiten zusammen: Die Infrastrukturerrichter haben einen Strukturierungs- und Finanzierungsbedarf, die Investoren suchen vermehrt nach Asset-Klassen mit langfristig stabilen Cashflows. Im Fokus der Kommunalkredit stehen Projekte in den Bereichen Energie & Umwelt (insbesondere erneuerbare Energie), soziale Infrastruktur (Pflegeheime, Gesundheits- und Bildungseinrichtungen, Verwaltungsgebäude) sowie Verkehr (Nahverkehrskonzepte, Straße, Schiene). Mit ihrem Geschäftsmodell nutzt die Bank die Chancen, die der Infrastrukturmarkt bietet. Die Europäische Kommission schätzt das erforderliche Investitionsvolumen, um die Ziele der Europa-2020-Strategie zu erreichen, auf EUR 150 Mrd. bis EUR 200 Mrd. jährlich. Auch in Österreich stehen in den kommenden Jahren hohe Investitionen an.

Im Geschäftsjahr 2016 war die Kommunalkredit maßgeblich an der Finanzierung von zahlreichen Infrastrukturprojekten in Kerneuropa beteiligt. Dazu zählten Windparks in Frankreich, in der Nordsee und in Österreich, ein Breitbandnetz in Deutschland, eine Mautstraße in Spanien, die Straßeninfrastruktur inklusive Straßenbeleuchtung einer englischen Großstadt oder das Verwaltungsgebäude eines Bundesministeriums in Deutschland. Insgesamt hat die Kommunalkredit im Jahr 2016 Neugeschäftstransaktionen in Höhe von EUR 242,6 Mio. generiert und Finanzierungen aus dem Bestandsportfolio in Höhe von EUR 64,5 Mio. prolongiert.

Ertragslage: IFRS-Jahresüberschuss nach Steuern von EUR 49,0 Mio.

Die Kommunalkredit hat im Geschäftsjahr 2016 einen IFRS-Jahresüberschuss nach Steuern von EUR 49,0 Mio. erzielt. Der Vergleich der Ergebniszahlen mit den Vorjahreswerten ist allerdings nicht aussagekräftig, da die Vorjahreszahlen nur das Rumpfgeschäftsjahr ab dem Zeitpunkt der Privatisierung vom 26. September 2015 bis zum 31. Dezember 2015 wiedergeben.

Das Zinsergebnis liegt bei EUR 36,5 Mio., das Provisionsergebnis bei EUR 16,8 Mio., der Netto-Verwaltungsaufwand beträgt EUR 38,5 Mio. Somit ergibt sich ein operatives Ergebnis von EUR 15,4 Mio. Das Handels- und Bewertungsergebnis liegt bei EUR 36,2 Mio.; darin enthalten sind Erträge aus der vorzeitigen Tilgung von eigenen Anleihe-Emissionen und aus der resultierenden Schließung von Absicherungsgeschäften sowie Bewertungen des Fair-Value-Bestandes.

Die Kommunalkredit leistete 2016 Beiträge zum Bankenabwicklungsfonds von EUR 2,5 Mio. und Zahlungen für die Stabilitätsabgabe der österreichischen Banken („Bankensteuer“) in Höhe von EUR 11,6 Mio. Neben der laufenden Stabilitätsabgabe für 2016 von EUR 3,9 Mio enthält der Aufwand zur Gänze die mit dem Abgabenänderungsgesetz 2016 ermöglichte einmalige Sonderzahlung von EUR 7,7 Mio. Nach dieser Sonderzahlung wird für das Geschäftsjahr 2017 eine deutliche Reduktion der Belastung aus der laufenden Stabilitätsabgabe erwartet (erwarteter Aufwand für 2017: EUR 0,7 Mio.). Das Steuerergebnis ist mit EUR 13,5 Mio. aufgrund der Aktivierung vorhandener steuerlicher Verlustvorträge positiv.

Die Hauptversammlung beschloss am 10. März 2017 die Ausschüttung einer Dividende von EUR 32,0 Mio. Somit stieg das Eigenkapital nach Dividende um EUR 40,5 Mio. auf EUR 296,8 Mio. Zudem beschloss die Hauptversammlung die Einräumung eines genehmigten Kapitals im Ausmaß von EUR 79,7 Mio., um zukünftiges Wachstum zu unterstützen.

Bilanzstruktur: Kapitalbasis gestärkt und Kundeneinlagen erhöht

Die IFRS-Konzernbilanzsumme der Kommunalkredit zum 31. Dezember 2016 beträgt EUR 3,8 Mrd. Sie liegt damit um EUR 0,4 Mrd. unter dem Wert vom 31. Dezember 2015 von EUR 4,2 Mrd. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf den Ablauf von Aktivpositionen und die Reduktion von Derivativgeschäften zurückzuführen. Die in der Bilanzsumme enthaltenen Darlehen gegenüber Kunden betragen EUR 2,4 Mrd. (31.12.2015: EUR 2,6 Mrd.). Das Wertpapierportfolio beträgt EUR 560,8 Mio. (31.12.2015: EUR 661,0 Mio.).

Die Kapitalbasis wurde weiter gestärkt. Die Bank verfügt per 31. Dezember 2016 über ein Eigenkapital von insgesamt EUR 296,8 Mio. (31.12.2015: EUR 256,3 Mio.) und ein hartes Kernkapital (Common Equity Tier 1) von EUR 225,5 Mio. (31.12.2015: EUR 194,9 Mio.). Die Gesamtkapitalquote stieg zum 31. Dezember 2016 auf 42,3 % (31.12.2015: 34,1 %) und die harte Kernkapitalquote auf 32,9 % (31.12.2015: 25,6 %). Die Leverage-Ratio liegt zum 31. Dezember 2016 bei 7,2 % (31.12.2015: 5,0 %).

Die Kommunalkredit verfügt zum 31. Dezember 2016 über eine solide Refinanzierungsstruktur. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden stiegen 2016 auf insgesamt EUR 552 Mio. (31.12.2015: EUR 383 Mio.). Dieser Anstieg resultierte aus der Erhöhung der Kundeneinlagen von EUR 9,0 Mio. zum 31. Dezember 2015 auf EUR 210,8 Mio. zum 31. Dezember 2016. Dazu trugen sowohl Einlagen von Firmenkunden bei, als auch die Einlagen über die Online-Plattform „KA Direkt“. KA Direkt ist ein effizientes Veranlagungs- und Cashmanagementprodukt für Kommunen und kommunalnahe Gesellschaften.

Ausblick

Die Kommunalkredit verfügt über eine gute Ausgangsposition für das Geschäftsjahr 2017. Die makro-ökonomischen Grunddaten und der hohe Bedarf an Infrastrukturinvestitionen in Europa schaffen grundsätzlich günstige Rahmenbedingungen für die Bank. Das Interesse, Finanzmittel institutioneller Investoren einzusetzen, um notwendige Infrastrukturvorhaben der öffentlichen Hand zu realisieren, wächst stetig. Als schlagkräftige Spezialbank für Infrastrukturfinanzierungen ist die Kommunalkredit in diesem Umfeld strategisch sehr gut positioniert.

Nach einem zufriedenstellenden Geschäftsjahr 2016 erwartet die Kommunalkredit auch für 2017 ein solides Jahresergebnis, wobei außerordentliche Erträge aus der vorzeitigen Tilgung von eigenen Emissionen nicht im gleichen Ausmaß wie 2016 zu erwarten sind. Die Kommunalkredit wird ihre Strategie 2017 weiter konsequent umsetzen. Sowohl das Neugeschäfts-, als auch das Platzierungsvolumen sollen gesteigert werden, wobei der forcierte Ausbau von Platzierungen bei institutionellen Investoren besondere Bedeutung hat. Die Bank erwartet für 2017 ein stabiles Risikoergebnis. Auf der Refinanzierungsseite ist das Ziel, das Einlagevolumen nach der positiven Entwicklung im Vorjahr im Jahr 2017 weiter auszubauen.

Die detaillierten Jahresberichte nach IFRS und UGB/BWG sind unter
http://www.kommunalkredit.at/DE/Info-Corner/Berichte/Berichte.aspx
verfügbar.

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Kommunalkredit Austria AG
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