Grüne Wirtschaft zu Lehrlingsausbildung: Digitalisierung wichtig, aber größere Reform notwendig.

Die Lehrlingsausbildung in Österreich muss reformiert werden. Imagepolitur durch Digitalisierung nicht ausreichend, KMU brauchen Unterstützung um am Ausbildungssystem teilzunehmen

Wien (OTS) - Die von BM Mitterlehner gestartete Initiative zur Digitalisierung und Ermöglichung von Sprachkursen in der Lehrlingsausbildung ist ein wichtiger Schritt um die in Ausbildung befindlichen Jugendlichen auf die neuen Arbeitswelten vorzubereiten. Den Kern des Problems trifft man damit aber nur zum Teil.

Abseits dieser Themen sind nämlich v.a. KMU mit vollkommen anderen Problemen im Zusammenhang mit der Berufsausbildung beschäftig. Gerade Kleinbetriebe haben häufig keine ausreichend stabile Auftragslage um sich für die gesamte Dauer einer Lehrlingsausbildung verpflichten zu können. Gleichzeitig stellt es auch für viele ein Problem dar, dass sie auf Grund von Spezialisierungen, die am Markt notwendig und sinnvoll sind, nicht das gesamte Berufsbild ausbilden können. Es sind hierbei auch die bisher angebotenen Möglichkeiten eines Ausbildungsverbunds nicht ausreichend flexibel um Abhilfe zu schaffen. Außerdem sind die Marketingkosten, die mittlerweile beim Recruiting von Lehrlingen entstehen für Kleinbetriebe sehr hoch geworden - sie stehen hier im Wettbewerb zur Industrie, die die BewerberInnen stark anzieht, wie der IBW-Forschungsbericht " Lehrlingsausbildung im Überblick 2016" deutlich macht.

Die Bundessprecherin der Grünen Wirtschaft, Sabine Jungwirth, hat deshalb ein Reformpaket zur Lehrlingsausbildung ausgearbeitet. "Die die Betriebe müssen vor allem bei den organisatorischen Belangen, bei der Suche nach Lehrlingen, bei der Qualitätssicherung und beim Ausbilden im Verbund unterstützt werden. Die Berufsschulen sollen dabei eine zentrale Rolle einnehmen. Diese werden zu Kompetenzzentren für die gesamte Berufsausbildung inkl. der Berufsorientierung.", bringt Jungwirth die zentralen Forderungen auf den Punkt.

Das Konzeptpapier finden Sie in der Beilage zur Aussendung.

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