Bundesjugendvertretung fordert Jugendschutz-Gipfel!

Die BJV appelliert an die Bundesländer, statt einzelner Verschärfungen die gesamte Vereinheitlichung des Jugendschutzes unter Einbeziehung junger Menschen anzugehen.

Wien (OTS) - Im Vorfeld des Treffens der JugendlandesrätInnen Ende März betont die Bundesjugendvertretung (BJV), dass beim Thema Jugendschutz eine Vereinheitlichung an erster Stelle stehen muss: „Es ist für junge Menschen völlig unverständlich, warum sie je nach Bundesland unterschiedliche Rechte und Pflichten haben. Wenn die JugendlandesrätInnen über den Jugendschutz diskutieren, muss eine Vereinheitlichung zentrales Thema sein“, betont BJV-Vorsitzende Johanna Tradinik.

Vor allem die diskutierte Ausweitung des Rauchverbotes auf bis 18-jährige sieht die BJV kritisch: „Es ist zwar zu begrüßen, dass sich die Landespolitik mit den Themen Rauchen und Gesundheit von jungen Menschen auseinandersetzt. Dass Altersgrenzen allein nicht ausreichen, sieht man aber bereits jetzt an den Statistiken, denn das Einstiegsalter liegt oft unter 16 Jahren. Eine Verschärfung allein kann daher nicht die Lösung sein. Will man wirklich etwas am Rauchverhalten junger Menschen ändern, braucht es Investitionen in Prävention und Bewusstseinsarbeit“, erklärt Tradinik.

„Es ist höchste Zeit, dass Jugendliche in Österreich endlich die gleichen Rechte und Pflichten haben. Eine Regelung herauszugreifen, dient leider nicht der Sache“, so die Vorsitzende weiter.

Jugendschutz nicht ohne junge Menschen diskutieren!

Die BJV appelliert an die JugendlandesrätInnen, das Thema Jugendschutz nicht ohne junge Menschen zu diskutieren: „Damit bundesweite Standards endlich Realität werden und diese auch wirksam sind, braucht es die Einbeziehung der Betroffenen. Wir fordern daher einen Jugendschutz-Gipfel, bei dem die verschiedenen Bereiche unter Einbeziehung von jungen Menschen und ExpertInnen diskutiert werden. Nur so können wir Regeln schaffen, die sinnvoll sind und auch umgesetzt werden“, betont die Vorsitzende abschließend.

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