54,2%iger Anstieg bei tatverdächtigen Asylwerbern - wie kriminell sind Flüchtlinge wirklich?

Wien (OTS) - Nach der Veröffentlichung der aktuellen Kriminalitätsstatistik des Bundeskriminalamtes am Dienstag, in der zu lesen ist, dass die Anzahl der Delikte durch Asylwerber um 54% gestiegen ist, können wir uns nicht verkneifen, Partei zu ergreifen und die aktuellen Zahlen wieder etwas in Relation mit der Realität zu setzen.

54,2%, das ist eine immense Zahl; da stimmen wir zu. Ein kleines Detail darf zur besseren Einschätzung der Lage, aber nicht unter den Tisch fallen: die Flüchtlingsbewegung im Herbst 2015, die eine nie dagewesene Solidarisierung mit den Ankommenden bewirkte. Ihr erinnert euch.

Die Zahl der eingebrachten Asylanträge schnellte 2015 um das Dreifache in die Höhe, von 28.027 (2014) auf 88.340. Weitere 42.073 Personen stellten 2016 einen Antrag.

Und jetzt die Krux: Ein absoluter Anstieg der Delikte durch Asylwerber um 54,2% in Relation zu einem 300%igen Anstieg der Asylanträge stellt für uns eher einen Rückgang dar.

Die begangenen Straftaten sind in erster Linie Diebstahl, Körperverletzung und Drogenhandel.

Interessant ist hierbei, dass die größte Opfergruppe, sich, mit etwas über der Hälfte, unter den Asylwerbern selbst findet.

Anstatt diesen Menschen Perspektive und eine Chance zu geben, drängt man sie weiter in die Kriminalität: Nachdem letzte Woche das neue Fremdenrechtspaket vorgestellt wurde, bleibt Asylwerbern mit negativem Bescheid bald nur mehr die Wahl zwischen der „freiwilligen“ Ausreise und Obdachlosigkeit, durch Streichung der Grundversorgung, Strafzahlungen von bis zu 15.000€ oder dem Absitzen einer Ersatzfreiheitsstrafe.

Nachhaltige Projekte zur erfolgreichen Integration sind gefragt.

Das Flüchtlingsprojekt Ute Bock hat sich daher das Ziel gesetzt, Flüchtlinge dabei zu unterstützen, sich auf eigene Füße zu stellen und in den österreichischen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu integrieren.

In unserem neuen Bildungszentrum werden ab Mai auf zusätzlichen 850m2 laufend Alphabetisierungs- und Deutschkurse bis Niveau B2 angeboten werden. Anvisiert sind zudem ab Herbst Berufsqualifikationsmaßnahmen.

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