Nationalratspräsidentin Bures zum Frauentag: "Diskussion über eine Quote im Parlament ist zu führen"

Bures: Mindestlohn von 1.500 Euro wichtige Etappe auf Weg zu Gleichberechtigung

Wien (PK) - Nationalratspräsidentin Doris Bures erinnert anlässlich des morgigen Internationalen Frauentages am 8. März daran, dass Frauenrechte hart errungen werden mussten und auch heute keine Selbstverständlichkeit sind. "Nur wenn wir uns jeden Tag für Frauenrechte einsetzen, bleiben sie auch stark und lebendig", so Bures.

Vieles habe sich für Frauen mittlerweile zum Besseren geändert:
"Unsere Großmütter haben sicherlich noch ein anderes Frauenleben geführt als unsere Töchter", sagte die Nationalratspräsidentin. Aber es bleibe noch viel zu tun, denn es gebe nach wie vor eine Reihe von Ungerechtigkeiten: "Frauen sind in Führungspositionen unterrepräsentiert, verrichten noch immer den Großteil der unbezahlten Arbeit und verdienen noch immer weit weniger als ihre männlichen Kollegen", so Bures.

Der 8. März habe für Frauen und die Frauenpolitik eine sehr hohe Bedeutung, sagte die Nationalratspräsidentin: "Der Internationale Frauentag ist immer ein guter Anlass für uns, einander unsere Solidarität zu versichern. Aber auch eine gute Gelegenheit, um Resümee zu ziehen und zu fragen: Wo stehen wir Frauen im Jahr 2017 mit unseren berechtigten Anliegen und Forderungen?"

Eine dieser ganz zentralen Forderungen sei, dass Frauen in Politik, Wirtschaft und Kultur mit am Tisch sitzen sollen, so Bures: "Niemand kann auf das Potential von 50 Prozent der Bevölkerung verzichten -das gilt für jeden einzelnen Wirtschaftsbetrieb, und das gilt genauso für die Politik. Wir haben derzeit 30% Frauenanteil im Nationalrat. Ich unterstütze jede Maßnahme, die aus diesem knappen Drittel in Zukunft die Hälfte macht. Die Diskussion über die Quote ist zu führen", so die Nationalratspräsidentin.

Der 8. März sei außerdem ein sehr guter Zeitpunkt, um an die Leistung der Pionierinnen der Frauenpolitik zu erinnern, die so viel für Frauen erkämpft hätten, so Bures. "Wir sind dem Vermächtnis dieser Pionierinnen verpflichtet und müssen ihren Weg zur Verbesserung der Situation aller Frauen konsequent weitergehen", sagte die Nationalratspräsidentin. Und eine wichtige Etappe auf diesem Weg sei die geplante Einführung eines Mindestlohns in der Höhe von 1.500 Euro, was vielen Frauen zugutekommen werde.

Im Parlament werden anlässlich des Internationalen Frauentages vom 8. bis zum 18. März 2017 täglich kostenlose Spezialführungen zum Schwerpunkt "Frauen im Parlament" angeboten. Speziell hervorgehoben werden dabei die Biographien der vier Politikerinnen Grete Rehor, Hertha Firnberg, Freda Meissner-Blau und Barbara Prammer.

Abschließend sagte die Nationalratspräsidentin zum morgigen 8. März:
"Ich wünsche allen Frauen und Mädchen in Österreich von Herzen alles Gute zum Internationalen Frauentag." (Schluss) red

HINWEIS: Mehr Information zur Themenführung "Frauen im Parlament" finden Sie unter www.parlament.gv.at/GEBF/FUEHRUNGEN/Themenfuehrungen/FRAUEN/index.sht ml.

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der Parlamentsdirektion
Parlamentskorrespondenz
Tel. +43 1 40110/2272
pressedienst@parlament.gv.at

http://www.parlament.gv.at
www.facebook.com/ParlamentWien
www.twitter.com/oeparl

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NPA0002