• 07.03.2017, 08:00:01
  • /
  • OTS0003

Greenpeace-Marktcheck: Speiseöle aus heimischem Anbau Mangelware

Greenpeace bemängelt fehlende oder verwirrende Herkunftsinformationen auf den Produkten

Utl.: Greenpeace bemängelt fehlende oder verwirrende
Herkunftsinformationen auf den Produkten =

Wien (OTS) - Der Greenpeace-Marktcheck hat im März-Test das Angebot
der größten österreichischen Supermärkte für heimische Speiseöle
unter die Lupe genommen, also Ölsorten, die auch in Österreich
angebaut werden. Bewertet wurde von Greenpeace das Angebot an Raps-,
Sonnenblumen-, Maiskeim-, Kürbis- und Misch-Ölen und deren Herkunft.
Nur ein Drittel der Speiseöle im Supermarktregal stammt tatsächlich
zu 100 Prozent aus Österreich, so das Ergebnis. Bei vielen Produkten
wird zudem keine Herkunftsinformation angegeben oder gar durch
verwirrende Banderolen eine heimische Herkunft suggeriert. Testsieger
mit dem größten Anteil an Bio- und heimischen Ölen wird MPreis, auf
Platz zwei liegen Billa und Unimarkt – alle drei erhalten von
Greenpeace ein „Gut“.

„Es ist gar nicht so einfach, ein in Österreich produziertes Speiseöl
zu finden. Bei einigen Ölen wird eine rot-weiß-rote Banderole mit dem
Zusatz 'abgefüllt in Österreich' aufgedruckt. Das garantiert aber
noch lange nicht, dass die Öl-Pflanze in Österreich angebaut wird“,
kritisiert Greenpeace-Sprecherin Hanna Simons. Das ist beispielsweise
bei Mazola Maiskeimöl der Fall: Hier wird zwar auf der Flasche
„Abgefüllt & geprüft in Österreich“ ausgewiesen und das Produkt mit
dem Spruch „Wos von daham kummt, muass ma daham ham“ beworben, doch
der Mais stammt nicht aus Österreich. Auf Nachfrage von Greenpeace
hat der Hersteller angegeben, dass in Deutschland, Frankreich,
Italien, Rumänien, Ungarn und sogar in der Ukraine angebaut wird.
Auch bei anderen Speiseölen stammt die Öl-Pflanze nicht immer aus
Österreich oder der EU: Bei Rapsölen werden auch Australien, Russland
oder Kasachstan genannt und bei Kernöl wird auch Asien als Herkunft
der Kürbiskerne von den Supermärkten angegeben.

Greenpeace kritisiert, dass bei vielen Produkten keine klare
Kennzeichnung der Herkunftsländer vorhanden ist.
Greenpeace-Sprecherin Hanna Simons rät daher für den nächsten
Speiseöl-Einkauf: „Da es oft an der Herkunftskennzeichnung hapert,
ist es umso wichtiger, dass sich die Konsumentin und der Konsument
nicht durch verwirrende Hinweis hinters Licht führen lassen. Sonst
kann es leicht sein, dass das Kürbiskernöl aus Asien stammt oder der
Mais fürs Öl in der Ukraine angepflanzt wird.“

Weitere Informationen:
Unter dem Titel „Nachhaltigkeit im Test“ nimmt der
Greenpeace-Marktcheck regelmäßig das Sortiment des österreichischen
Einzelhandels unter die Lupe. Jeweils zu Monatsanfang veröffentlicht
Greenpeace ein Ranking der größten Supermarktketten in Österreich.
Das Ranking, die Test-Kriterien und Gewichtungen sowie
Produktinformationen finden Sie unter
greenpeace.at/nachhaltigkeit-im-test

Tabelle
Mit den Ergebnissen finden Sie unter http://bit.ly/2maMavk

Bildmaterial
finden Sie unter nachstehendem Link. Die Fotos stehen für eine
einmalige Verwendung unter Angabe der Photo Credits (© Greenpeace /
Mitja Kobal) kostenlos zur Verfügung.
http://bit.ly/2lCbV5U

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GRP

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel