• 06.03.2017, 09:45:55
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  • OTS0041

AK Analyse: Wohnst du schon oder suchst du noch? 1

AK hat Wohndaten des Mikrozensus der Statistik Austria ausgewertet – Private Mietwohnungen sind sehr teuer – Zwei von drei privaten Neuverträgen befristet

Utl.: AK hat Wohndaten des Mikrozensus der Statistik Austria
ausgewertet – Private Mietwohnungen sind sehr teuer – Zwei von
drei privaten Neuverträgen befristet =

Wien (OTS) - Eine neue AK Analyse der Mikrozensus-Wohndaten für Wien
der Statistik Austria belegt: Zwei von drei Mietverträgen werden in
Wien im privaten Segment abgeschlossen – und da ist es extrem teuer.
MieterInnen müssen im Schnitt mit elf Euro pro Quadratmeter brutto
rechnen – um rund drei Euro mehr als im sozialen Wohn-bau. Überdies
sind zwei von drei neuen Verträgen im privaten Bereich befristet.

Die AK Analyse der Mikrozensus-Daten der Statistik Austria 2015
für Wien zeigt konkret:

Wien wächst: Die Wiener Bevölkerung ist in den vergangenen drei
Jahren um rund 100.000 Menschen angewachsen – das entspricht in etwa
der Bevölkerung Klagenfurts. Die Anspannung am Wiener Wohnungsmarkt
hat sich weiter erhöht.

Wohnen auf Zeit – kostspielig und prekär: 2014 (aktuellstes
vollständig enthaltenes Jahr im Mikrozensus 2015) wurden insgesamt
knapp 56.400 neue Mietverträge unter-schrieben: zwei von drei – mehr
als 39.900 – im privaten Segment. Von den privaten sind wiederum zwei
von drei befristet. Befristete Neuverträge im Altbau sind im Schnitt
erheblich teurer, als gesetzlich zulässig wäre. Der Grund: Die
gesetzlichen Mietzinsvorschriften bei befristeten Altbauwohnungen
werden in der Regel nicht eingehalten. „Befristete Mietverträge
bedeuten für viele Mieter enorme Wohnunsicherheit. Sie müssen sich
nach kurzer Zeit wieder auf Wohnungssuche begeben – das ist wiederum
mit hohen Kosten verbunden, etwa fürs Übersiedeln oder den Makler,
aber mitunter auch mit einem Verlust der gewohnten sozialen Kontakte
und Umgebung“, sagt AK Präsident Rudi Kaske. „Wer verlängern will,
muss dann sehr oft mit höheren Mietpreisen rechnen.“

Private am teuersten: Wer einen privaten Mietvertrag neu
abschließt, muss tief ins Geldbörsel greifen. Im Schnitt zahlen
MieterInnen elf Euro pro Quadratmeter brutto. „Das sind um rund drei
Euro mehr als im sozialen Wohnbau“, so Kaske. Es ist davon
auszuge-hen, dass vielfach Zuschläge in einer Höhe verlangt werden,
die sachlich nicht zu recht-fertigen ist. „So zahlt ein Mieter in
einer privaten 70 Quadratmeter Mietwohnung über 200 Euro pro Monat
mehr als in einer Gemeindewohnung pro Monat“, erklärt der AK
Präsident.

„Ein junger Single, der gerade am Anfang seines Berufslebens steht
und noch nicht viel verdient, zahlt rund 440 Euro kalt, also ohne
Strom und Heizung, für eine neu angemietete private 40 Quadratmeter
Wohnung“, erläutert Kaske. „Satte 40 Prozent seines Einkommens gehen
allein für die Miete drauf.“

SERVICE: Die AK Analyse „Wohnungsmieten und Wohnungspreise in Wien
2015“ finden Sie unter wien.arbeiterkammer.at

(Forts.)

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