Neues Volksblatt: "Herauslesen" von Herbert SCHICHO

Ausgabe vom 4. März 2017

Linz (OTS) - In Pisa ist nicht nur der Turm schief, PISA-Studien bringen auch regelmäßig die Politik eines Landes ins Wanken — in Oberösterreich ist ein solcher PISA-Schock zum Glück nicht zu erwarten. Denn das nun ausgewertete Bundeslandergebnis ist zwar kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen. Aber für Panik gibt es ebenfalls keinen Grund. Oberösterreich ist in allen Bereichen über dem Bundesschnitt, in den Naturwissenschaften und in der Mathematik sogar im OECD-Spitzenfeld. Aber Oberösterreich kann sich auch nicht ganz abkoppeln: weder von Österreich, noch von globalen Trends. So sind leider international die Buben beim Lesen deutlich schlechter als ihre weiblichen Altersgenossen. Und bei Technik und Mathematik haben sie dafür fast überall die Nase vorne. Dass Migrationshintergrund und die Ausbildung der Eltern sich auf die schulische Leistung auswirken, ist ebenfalls international beobachtbar. Und dann gibt es nationale „Eigenheiten“: So ist etwa das Faktenwissen mehr ausgeprägt, als die Fähigkeit, Experimente selbst durchzuführen. Und das Vertrauen in das eigene Können ist bei den Jugendlichen ebenfalls unter dem OECD-Schnitt. Diesen Trends gilt es gegenzusteuern.
Ja, diese Auswertung sollte nun genau analysiert werden und natürlich sollten Maßnahmen getroffen werden, um den Unterricht zu verbessern. Ein Alarmzeichen — wie die Grünen — kann man darin allerdings beim besten Willen nicht herauslesen.

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