„Kulturmontag“ mit Schwerpunkt zum Weltfrauentag

U. a. mit Filmporträt „Katzen für Millionen. Die Welt der Rosina Wachtmeister“ über die international erfolgreiche österreichische Künstlerin

Wien (OTS) - U. a. mit Filmporträt „Katzen für Millionen. Die Welt der Rosina Wachtmeister“ über die international erfolgreiche österreichische Künstlerin

Im Rahmen des umfangreichen ORF-Programmschwerpunkts zum Internationalen Tag der Frau (Details unter presse.orf.at) widmet sich auch der „Kulturmontag“ am 6. März, um 22.30 Uhr in ORF 2 außergewöhnlichen Frauenpersönlichkeiten und ihrem Engagement gegen Unterdrückung, Ungleichbehandlung und gesellschaftliche wie politische Missstände. Die von Clarissa Stadler präsentierte Sendung thematisiert u. a. die Bedeutung starker Frauen in Demokratiebewegungen ebenso wie die Rolle der Frauen in der Kunst. Dazu passend im Porträt sowie zu Gast im Studio ist die deutsche Regisseurin Jacqueline Kornmüller. Der „Kulturmontag“ bringt außerdem ein Interview mit der Muslima, Femen-Mitbegründerin und ehemaligen Aktivistin Zana Ramadani, die mit ihrem neuen Buch über „Die verschleierte Gefahr“ aufhorchen lässt. Anschließend an das Magazin steht um 23.30 Uhr mit der neuen ORF-Dokumentation „Katzen für Millionen. Die Welt der Rosina Wachtmeister“ von Miriam Jakobs und Gerhard Schick ein Filmporträt der international erfolgreichen österreichischen Künstlerin auf dem Programm.

Frauen in Demokratiebewegungen

Vom Arabischen Frühling bis zum „Women’s March“ auf Washington: Oft sind es Frauen, die sich für politische Demokratieprozesse besonders stark gemacht haben und weiterhin machen. In Österreich ist es das feministische Kunst-Kombinat „Burschenschaft Hysteria“, das mit einprägsamem Aktionismus von sich reden macht – zuletzt gegen den umstrittenen Wiener Akademikerball. Der „Kulturmontag“ berichtet über die Wut der Frauen und lässt u. a. Journalistin Trautl Brandstaller zu Wort kommen, Leiterin des legendären feministischen ORF-Magazins „Prisma“, aber auch US-Entertainerin Gayle Tufts und die iranische Musikerin Golnar Shahyar.

Wie sich Frauen in der Kunst positionieren

„Solange ich hier bin, wird keine Frau Regie führen“, diesen Satz eines Lehrenden hat Käthe Kratz als erste Studentin der Wiener Filmakademie vor mehr als 40 Jahren zu hören bekommen. Nicht zuletzt ihrer Generation mit prominenten Vertreterinnen wie Valie Export verdanken es Frauen von heute, dass solche Aussagen nicht mehr ungestraft ausgesprochen werden dürfen. Aber: die berühmte gläserne Decke für Künstlerinnen in verschiedenen Genres gibt es nach wie vor. Wie diese damit umgehen zeigt der „Kulturmontag“ anhand dreier höchst unterschiedlicher Frauen. Jede hat ihre eigene Art von Feminismus – jede lebt ihn anders: aber die feministische Grundhaltung ist ihnen allen selbstverständlich.

„Ganymed Fe Male“ im KHM: Regisseurin Jacqueline Kornmüller im Studio

Wie sehen Männer Frauen? Über die Jahrhunderte hinweg wohl immer relativ ähnlich: als allzeit verfügbar. Zu diesem Befund kam die Theaterregisseurin und Filmemacherin Jacqueline Kornmüller bei einem Rundgang durch das Kunsthistorische Museum. Eben dort läuft unter dem Titel „Ganymed Fe Male“ ihre neue Inszenierung in der erfolgreichen „Ganymed“-Reihe, die Fragen aufwirft: Was bewegt, was hindert, was lockt die Frau, was inspiriert sie, was in ihr will, kann, muss sich befreien? Der „Kulturmontag“ bittet Kornmüller zum Gespräch ins Studio.

Muslima Ramadani und Religionswissenschafterin Käsehage über „Die verschleierte Gefahr“

Kein anderes Stück Stoff polarisiert so sehr wie das Kopftuch: Als „Leichentuch der Gesellschaft“ bezeichnet es die liberal-muslimisch aufgewachsene Autorin Zana Ramadani, Mitbegründerin des Deutschlandablegers des feministischen Aktionstrupps Femen, in ihrem neuen Buch „Die verschleierte Gefahr“. Ihr Credo: Im öffentlichen Dienst habe das Kopftuch nichts verloren. Ein Verbot sei der Integration von Muslimen in die westliche Gesellschaft abträglich, sagt indes die Salafismusforscherin und Religionswissenschafterin Nina Käsehage. Der „Kulturmontag“ bittet die beiden Frauen mit so unterschiedlichen Positionen zum Interview.

500 Jahre Reformation und neuer Roman von Miljenko Jergović

Weiters in dieser „Kulturmontag“-Ausgabe: Ein Bericht über Martin Luther, den ersten Bestsellerautor und Feministen der Geschichte. Mit dem Anschlag seiner 95 Thesen vor 500 Jahren veränderte er Europa. Revolutionär war nicht nur seine Kirchenkritik, sondern auch seine Ansicht, dass Mann und Frau gleichwertig sind. Und: der große kroatisch-bosnische Romancier Miljenko Jergović hat seinen neuen Roman „Die unerhörte Geschichte meiner Familie“ als Hommage an seine Mutter geschrieben – der „Kulturmontag“ trifft ihn zum Interview.

Dokumentation „Katzen für Millionen. Die Welt der Rosina Wachtmeister“ (23.30 Uhr)

Als junge, mittellose Marionettenspielerin und Mutter eines kleinen Kindes kommt die gebürtige Wienerin Rosina Wachtmeister Anfang der 1970er Jahre nach Rom. Sie steht vor dem Nichts. In der Not beginnt sie zu malen – und trifft mit ihren goldenen Katzenbildern den Geschmack von Millionen. Vom Erlös ihrer Werke kauft sie große Teile des italienischen Städtchens Capena und gestaltet dort fernab der Öffentlichkeit eine eigene Welt, die herrenlosen Tieren und gestrandeten Künstlerinnen und Künstlern ein Zuhause bietet. Miriam Jakobs und Gerhard Schick zeigen in dieser neuen ORF-Produktion das Bild einer eigenwilligen, kantigen und sehr erfolgreichen Frau von anarchischem Humor, die sich mit allen denkbaren gesellschaftlichen Konventionen anlegt, um ihr Leben und ihre Umgebung nach ihrer ganz persönlichen Vision zu gestalten.

Der „Kulturmontag“ – produziert in HD – wird als Live-Stream sowie nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) bereitgestellt.

Das gesamte TV-Angebot des ORF – ORF eins, ORF 2, ORF III, ORF SPORT + sowie 3sat – ist auch im HD-Standard zu empfangen. Alle Informationen zum ORF-HD-Empfang und zur Einstellung der neuen HD-Angebote finden sich auf der Website hd.ORF.at, die ORF-Service-Hotline 0800 / 090 010 gibt kostenfrei aus ganz Österreich persönliche Hilfestellung.

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