Frauenenquete (2): Lebhafte Diskussion über aktuelle Frauenpolitik – „Mut haben – selbstbewusst sein - Frauen motivieren!“

ÖVP-Frauenenquete schließt mit Appell für mehr Selbstbewusstsein von Frauen

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Mit einer lebhaften und engagierten Diskussion fand die heutige Frauenenquete des ÖVP-Parlamentsklubs und der ÖVP-Frauen ihren Höhepunkt und Abschluss. Unter der Moderation von Volker Piesczek - „ich brenne für das Thema Frauenpolitik“ -berichteten die designierte niederösterreichische Landeshauptfrau Mag. Johanna Mikl-Leitner, die ehemalige OGH-Richterin und Präsidentschaftskandidatin Dr. Irmgard Griss, die bekannte RTL-Moderatorin Birgit Schrowange, die Winzerin Ing. Daniela Fabianek MSc und Hair- und Make-up-Artist Birgit Fuchs über ihren eigenen Lebensweg, ihren Umgang mit Diskriminierung und ihre Ratschläge für aktuelle und kommende Generationen.

Die Diskutantinnen hatten ihren Diskussionsbeiträgen eigene Aussagen vorangestellt:

- „Die Welt braucht Frauen, die an sich glauben und etwas bewegen wollen“, ist die Grundaussage von Johanna Mikl-Leitner, die „stolz darauf ist, eine Frau zu sein. Das soll sich auch in meiner Arbeit und in meinem Titel Landeshauptfrau ausdrücken.“ Frauen bräuchten derzeit noch „hundert Mal mehr Kraftanstrengung als Männer, um erfolgreich und akzeptiert zu sein“, so die künftige Landeshauptfrau, die die immer noch klaffende Einkommensschere zwischen Frauen und Männern beklagte: „Die Ursache liegt wohl darin, dass in den Interessensvertretungen und bei den Sozialpartnern immer noch Männer in den meisten Führungspositionen sitzen.“ Wichtig ist aber, dass Frauen Frauen bleiben, und nicht die Männer nachmachen.“

- „Leben und nicht gelebt werden, das ist es, was (auch) Frauen wollen“, war die Aussage von Dr. Irmgard Griss. Sie berichtete von ihrer Kindheit und Jugend, die von einem klassischen Frauen-Männer-Bild geprägt war. „Frauen haben ein schwach entwickeltes Selbstbewusstsein und trauen sich zu wenig zu. Hier müssen Erziehung und Bildung ansetzen, das zu ändern. Denn Selbstbewusstsein lässt sich lernen und ist ein wichtiger Teil der Erziehung“, betonte Griss in der Diskussion. „Die junge Generation ist hier schon ganz anderes. Das Bewusstsein für Arbeitsteilung und Gleichstellung hat sich bereits gewandelt.“

- Die deutsche Moderatorin Birgit Schrowange schlug in eine ähnliche Kerbe. Auch sie hat in ihrer Jugend und ihrem beruflichen Werdegang mit einem veralteten Geschlechterbild zu tun gehabt. „Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommst du ohne ihr. Danach sollten wir leben“, war der Leitsatz von Schrowange, mit dem sie Karriere gemacht hat, aber auch negative Reaktionen von Männern erlebte. „Männer haben Angst vor selbstbewussten Frauen. Sie wollen keine Frauen auf Augenhöhe“, ist ihre Erfahrung.

- Mit der Überzeugung „Wir sind nicht nur für das verantwortlich, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun“, ist die erfolgreiche Winzerin Daniela Fabianek ihren beruflichen und privaten Weg gegangen. „Trau dich, mach, tu!“, rät sie allen Frauen für ihren Lebensweg. Wichtig ist für die engagierte Fachfrau vor allem „die gegenseitige Hilfe starker Frauen untereinander. Wir alle können voneinander lernen.“

- „Jeder ist seines Glückes Schmied“ ist das Credo von Birgit Fuchs, die als Hair- und Make-up-Artist erfolgreich tätig ist. „Es gibt leider viele Neider und Neiderinnen im beruflichen Umfeld. Aber das ist der falsche Weg. Wir Frauen müssen stolz auf uns sein und das auch nach außen tragen.“

Abschließend appellierte Johanna Mikl-Leitner an alle Anwesenden und die Verantwortlichen in der Politik, „schon in den Gemeinden Entscheidungen zu treffen, die für Frauen wichtig sind. Wir müssen mutig sein, Ja zur Verantwortung sagen und alle dazu motivieren.“ (Schluss)

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