Siegi Lindenmayr/Erich Valentin (SPÖ): Verkehrspolitik muss die Zeichen der Zeit erkennen

Die Förderung für Lastenfahrräder ist nur ein kleiner Teil ökologisch sinnvoller Investitionen

Wien (OTS) - „Wien ist eine Weltstadt, die bald zwei Millionen EinwohnerInnen zählt. Angesichts dieser Tatsache ist es gerade im  Bereich des Lastentransports notwendig, neue Wege zu finden. Damit soll zum einen das Verkehrsaufkommen in der Stadt reduziert und zum anderen ein Interessensausgleich geschaffen werden“, hält SP-Gemeinderat Siegi Lindenmayr im Zuge der heutigen Gemeinderatssitzung zur Förderung von Lastenfahrrädern fest. Konkret geht es darum, Personen oder Betriebe zu fördern, die Lasten- oder Transportfahrräder einsetzen. Die Fördersumme beträgt 200.000 Euro für drei Jahre. 

„Wenn man sich die heutige Gesellschaft ansieht, wird klar, dass sich das Konsumverhalten der Menschen verändert hat. Immer mehr greifen auf Zustelldienste zurück, wenn es um die Bestellung des Essens geht oder um den Kauf diverser Produkte über das Internet. Auf diesen Wandel müssen wir mit entsprechenden Maßnahmen reagieren. Die Förderung von Lastenfahrrädern stellt einen von vielen Schritten dar“, sagt Lindenmayr weiter, der überzeugt ist, dass durch den Einsatz von Transportfahrrädern der Verkehr und der Lärm – vor allem im innerstädtischen Bereich – erheblich reduziert werden. 

„Es gibt ein ungeheures Potenzial für Lastenfahrräder, um in der Stadt nicht im Verkehr ersticken zu müssen. Lastentransporte liefern immer häufiger ‚just in time’, täglich werden Geschäfte angefahren. Wir müssen die Zeichen der Zeit erkennen und dürfen uns nicht aus falschen Gründen dagegen wehren“, sagt Lindenmayr.  

Zwtl.: Kein Populismus, sondern sachliche Diskussion nötig =

„Umweltfragen sind nicht für Populismus geeignet“, plädiert SP-Abgeordneter Erich Valentin im heutigen Gemeinderat für mehr Sachlichkeit. In der Feinstaubdebatte müsse zum Beispiel berücksichtigt werden, dass laut einer Studie der Technischen Universität mehr als zwei Drittel der Menge aus Osteuropa kommen. „Wenn man sich die Fakten ansieht, kann man den Hebel richtig ansetzen. Ein besonders schlechter Feinstaubwert im Osten von Österreich wird nicht etwa in der Metropole Wien gemessen – sondern in Illmitz“, erklärt Valentin. Nun müsse man als europäische Region gemeinsam daran arbeiten, dass in Osteuropa die Energieerzeugung sauberer und moderner wird. „Ich appelliere an alle, in dieser Frage einen kühlen Kopf zu bewahren.

Ebenso sachlich sei es, nun über die Förderung für Lastenfahrräder zu diskutieren, so der Gemeinderat weiter „Man muss zielorientiert über Zahlen reden. Bei 13 Mrd. Euro Budget sind 200.000 Euro sinnvoll um zu prüfen, wo motorisierter Verkehr substituiert werden kann“, sagt Valentin. „Zum Vergleich: Wir investieren 413 Millionen Euro in neue Fahrzeuge und den Netzausbau im öffentlichen Verkehr. Die Wiener Linien investieren 55 Millionen Euro in moderne, umweltfreundliche und barrierefreie Garnituren. Und man sollte auch darüber reden, dass eine Jahreskarte 365 Euro kostet. Damit ist der öffentliche Verkehr in Wien der billigste und beste Weg, sich fortzubewegen. Unsere ökologisch sinnvolle Verkehrspolitik ist daher gut investiertes Geld.“ 

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