Kadenbach: Medikamente müssen für alle leistbar sein

EU-Parlament stimmt Entschließungsantrag über bessere Medikamentenversorgung ab

Wien (OTS/SK) - „Jeder hat das Recht auf eine gute Gesundheitsfürsorge. Allerdings können sich in der EU viele Menschen Arzneimittel nicht mehr leisten, weil die Preise in den letzten Jahren stark angestiegen sind. Die Auswirkungen der Finanzkrise haben vor den Gesundheitssystemen nicht Halt gemacht. Für uns SozialdemokratInnen steht fest: Erschwingliche und hochwertige medizinische Versorgung müssen wir allen PatientInnen ermöglichen. Dafür müssen wir weiterhin die Hürden und Ungleichheiten beim Zugang zu Medikamenten in der EU abbauen“, sagt Karin Kadenbach, Gesundheitssprecherin der SPÖ-EU-Delegation. ****

Die Ausgaben für Medikamente sind eine enorme Belastung für die Gesundheitssysteme in Europa. Die EU-Kommission hat zuletzt Österreichs Zugang zum Gesundheitssystem positiv hervorgehoben, allerdings fehle es an Kostentransparenz. „Wir dürfen uns auf den hohen europäischen Standards in der öffentlichen Gesundheit nicht ausruhen. Deshalb ist für uns SozialdemokratInnen Transparenz ein zentraler Punkt. Durch die Monopole der Pharmaunternehmen auf Langzeitpatente fehlt es oft an notwendiger Transparenz bei den Herstellungskosten. Gemeinsame Preisverhandlungen der Mitgliedstaaten würden unsere Verhandlungsmacht stärken. Die EU muss bei dieser gesellschaftlichen Herausforderung eine Führungsrolle übernehmen“, so Kadenbach.

Der Antrag des EU-Parlaments fordert, dass lebensrettende Medikamente für Erkrankungen ohne ausreichende Therapiemöglichkeiten schneller verfügbar gemacht werden. „Es ist mir ein besonderes Anliegen, für die Behandlung von seltenen Krankheiten innovative und erschwingliche Medikamente schneller auf den Markt zu bringen. Das bedeutet konkret, Betroffene hätten in Zukunft besseren Zugang zu vielversprechenden Medikamenten, die unter strengsten Auflagen getestet und kontrolliert werden. Diese Maßnahmen können Leben retten“, ergänzt Kadenbach.

Die SPÖ-Abgeordnete fordert ebenfalls, dass mehr zu innovativen Medikamenten für die Behandlung von krebskranken Kindern geforscht wird. „Zwei Drittel der Kinder, die den Krebs überleben, leiden an den schweren Nebenwirkungen der Behandlung. Wir müssen nicht nur die Lebensqualität dieser Kinder, sondern generell vieles im Bereich der Kindererkrankungen verbessern“, so SPÖ-Gesundheitspolitikerin Kadenbach. Jährlich wird bei 300 Kindern in Österreich eine Krebserkrankung diagnostiziert. (Schluss) bj

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