Kappel: Gender-Pay-Gap in Österreich geht zu Lasten der Frauen!

Haushaltseinkommen von Frauen ist in Dänemark fast doppelt so hoch

Wien (OTS) - „Die Erwerbsquote von Frauen steigt in den EU-Mitgliedstaaten zwar seit Jahrzehnten an, dennoch tragen Frauen in der Regel weniger als die Hälfte zum Haushaltseinkommen bei. Österreich zählt zu den Ländern, in denen Frauen prozentuell am wenigsten beisteuern. Das ist bedauerlich und zeigt, dass die Bundesregierung in der Frauenförderung wenig zielführende Maßnahmen setzt“, sagt die freiheitliche Europa-Abgeordnete Dr. Barbara Kappel anlässlich von Erklärungen des Rates und der Kommission zu Einkommensunterschieden zwischen Frauen und Männern im Rahmen der Plenarsitzung in Brüssel.

Der Unterschied im Bruttostundenlohn, d. h. der unterschiedliche Stundenlohn von Männern und Frauen - der sogenannte Gender Pay Gap -liegt in Österreich bei 22,2%, das ist um ein Drittel höher als der EU-Schnitt. „Frauen verdienen in Österreich pro Stunde im Durchschnitt also um mehr als ein Fünftel weniger als Männer“, sagt Kappel, „dieser Unterschied ist bei gleicher Leistung völlig inakzeptabel“.

Noch gravierender ist der Einkommens-Unterschied hochgerechnet auf das Jahreseinkommen. Österreichische Frauen haben ein durchschnittliches Jahreseinkommen, welches um 44,5% oder mehr als zwei Fünftel niedriger ist als jenes von Männern. Die Gründe dafür sind vielfältig: „Nach wie vor sind Management- und Führungsaufgaben in erster Linie in männlicher Hand. Weniger als 4% der CEOs in Dax-Konzernen sind weiblich“, sagt Kappel.

„Ebenso erfüllen Frauen in einem viel stärkeren Ausmaß als Männer wichtige unbezahlte Tätigkeiten wie Haushaltsführung, Kindererziehung oder Altenpflege und gehen deshalb viel häufiger Teilzeitarbeit nach. Frauen haben auch viel häufiger Karriere-Unterbrechungen oder sind außerhalb von Beschäftigungsverhältnissen, was einen negativen Einfluss auf den Stundenlohn und das Lebenskommen insgesamt hat“, so die Abgeordnete.

Daneben trägt auch die Segregation in Erziehung und Arbeitsmarkt zum Ungleichgewicht im Einkommen zwischen Männern und Frauen bei. „Wir müssen auf allen politischen Ebenen anzusetzen, um die Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen auszugleichen“, sagt Kappel, „auch sind Frauen zu ermutigen, Lohndiskriminierung nicht einfach hinzunehmen, sondern gerade bei Lohn- und Gehaltsverhandlungen selbstbewusst zu sein, hier sind bereits die Schulen gefordert“, so die freiheitliche Europa-Abgeordnete Dr. Barbara Kappel.

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