Nationalrat – Kucharowits: Wir brauchen dringend ganzheitliche jugendpolitische Strategie

Kinder sollen ebenfalls in einem Bericht erfasst werden – Leistbares Wohnen durch Zweckwidmung der Wohnbaugelder und neues Mietrecht

Wien (OTS/SK) - „Ich sehe Familienministerin Karmasin gefordert, eine ganzheitliche jugendpolitische Strategie zu entwickeln“, fordert SPÖ-Kinder- und Jugendsprecherin Katharina Kucharowits heute, Mittwoch, anlässlich des siebenten Jugendberichts des Familienministeriums im Nationalrat. Kucharowits dankte im Rahmen der Debatte allen Jugendorganisationen und deren unzähligen Mitgliedern für deren wichtige Arbeit. Gefordert wurde eine Zweckwidmung der Wohnbaugelder und ein neues Mietrecht, um Wohnen für junge Menschen leistbarer zu gestalten. ****

„Ich begrüße den Jugendbericht und dass erstmals Jugendliche bei der Erstellung partizipieren konnten. Was ich jedoch nicht verstehe, sind die Kriterien, Zielgruppen und die Bereiche, die im Bericht beleuchtet werden“, so Kucharowits, die ausführte: „Es fehlen schlicht und einfach etliche Gruppen. Was ist mit Jugendlichen mit Behinderung? Was ist mit minderjährigen unbegleitet geflüchteten Jugendlichen? Mit Jugendlichen in Gefängnissen? Das ist kein ganzheitlicher Zugang.“ Eine wissenschaftliche Analyse sei zu begrüßen, jedoch müsse diese aussagekräftiger und ganzheitlicher angelegt sein. „Flüchtlinge kommen beispielsweise überhaupt wieder einmal nur im Zusammenhang mit Sicherheitspolitik vor“, so die Abgeordnete. Kucharowits forderte neben einem ganzheitlichen Zugang zur Thematik auch die Erweiterung um einen eigenen Kinderbericht.


Vor allem Probleme am Wohnmarkt treffen Jugendliche stark: „Wir brauchen dringend bezahlbare Wohnungen für junge Menschen. Ich darf daran erinnern, dass wir endlich die Wohnbaugelder zweckwidmen sollten, um damit junges Wohnen leistbar zu machen.“ Auch beim Mietrecht solle sich der Koalitionspartner bewegen. Ein Problem sei auch die fehlende Möglichkeit der Partizipation vieler Jugendlicher: „Zum Beispiel Jugendliche, die aufgrund ihrer Staatsbürgerschaft von demokratischen Teilhabeprozessen ausgeschlossen sind.“ Auch hier herrsche Handlungsbedarf, da Jugendliche das Recht haben, ihre Zukunft mitzugestalten. (schluss) up/pm

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