Bundesjugendvertretung zu Jugendbericht: Zusammenarbeit aller Ressorts wichtig!

Negativspiralen für junge Menschen müssen durchbrochen werden.

Wien (OTS) - Für die Bundesjugendvertretung (BJV) liefert der aktuelle Bericht zur Lage der Jugend, der im heutigen Plenum des Nationalrats vorgestellt und diskutiert wird, eine gute Übersicht über die Lebenslagen von jungen Menschen in Österreich. „Der vom BMFJ erstellte Jugendbericht zeigt ganz klar: Das Thema Jugend ist Querschnittsmaterie, das alle Ressorts betrifft. Wichtig ist, dass sie im Sinne der Jugendstrategie an einem Strang ziehen“, betont BJV-Vorsitzender Christian Zoll.

Auch das Engagement junger Menschen wird im Jugendbericht einmal mehr deutlich: „Jugendliche engagieren sich auf unterschiedlichen Ebenen freiwillig. Sie wollen mitbestimmen, wo immer sie Entscheidungen betreffen. Dafür braucht es aber Rahmenbedingungen“, so Zoll. Für die BJV ist ein eigenes Fach Politische Bildung für alle SchülerInnen ein wichtiger Schritt. Darüber hinaus müssen SchülerInnenparlamente gesetzlich verankert werden.

Neben Politischer Bildung ist Medienbildung von großer Bedeutung für junge Menschen. „An Schulen kommt Medienbildung immer noch zu kurz. Dabei geht es weniger um Infrastruktur, sondern um Fähigkeiten für den Umgang mit Medien. Wir wissen außerdem, dass Jugendliche häufig mit Cybermobbing direkt oder indirekt konfrontiert sind. Es braucht Räume, wo diese Themen Platz haben“, erklärt Zoll.

Der Better-Life-Index im aktuellen Jugendbericht belegt ganz klare Risikofaktoren, die die Lebensqualität von jungen Menschen beeinflussen: „Bildungsabschluss, Migrationshintergrund und andere Faktoren entscheiden über viele Benachteiligungen. Gerade hier müssen die unterschiedlichen Ressorts zusammenarbeiten, um vorherrschende Negativspiralen zu durchbrechen“, betont Zoll.

Abschließend appelliert der Vorsitzende an die Abgeordneten und die Bundesregierung, dass die Ergebnisse des Jugendberichts nicht in der Schublade verschwinden dürfen: „Aus dem umfassenden Jugendbericht lassen sich die Bedürfnisse und Wünsche von Jugendlichen gut erkennen. Jetzt geht es darum, dass die Politik auch etwas daraus macht. Politische Entscheidungen müssen besser auf die Lebenslagen von jungen Menschen abgestimmt werden.“

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