• 01.03.2017, 10:16:36
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  • OTS0068

Kaske: Beschäftigungsmotor anwerfen

Wien (OTS) - Für die Ankurbelung der Wirtschaft, für die Schaffung
von Arbeitsplätzen und für die Vorbereitung auf zukünftige
Herausforderungen fehlen AK Präsident Rudi Kaske noch wichtige
Maßnahmen, insbesondere ein Bekenntnis zu öffentlichen Investitionen
und Qualifizierung: „Ich sehe gute erste Schritte, aber wir brauchen
mehr davon. Meine Forderung nach mehr öffentlichen Investitionen,
nach mehr und besserer Qualifizierung und - nicht zuletzt wegen der
Herausforderungen durch die Digitalisierung – nach einer
Arbeitszeitverkürzung bleiben für uns auf dem Tisch.“ Kaske fordert
von der Politik, die Vollbeschäftigung als Ziel ernsthaft zu
verfolgen, die Chancen auf gute Arbeit und Einkommen für alle
ArbeitnehmerInnen zu verbessern und eine stabile und gute Absicherung
bei Arbeitslosigkeit nicht zu gefährden.

Nach dem Arbeitsmarktpaket im Herbst vergangenen Jahres zählt
Kaske auch den Beschäftigungsbonus für zusätzlich 20.000 ältere
Beschäftigte zu den richtigen und wichtigen Entscheidungen der
Bundesregierung. „Aber wir müssen aufpassen, dass gewollte
Zielsetzungen auch tatsächlich erreicht werden“, sagt Kaske. So will
der AK Präsident konkret bei der Ausgestaltung des
Beschäftigungsbonus, dass möglichst viele beim AMS Vorgemerkte von
den Unternehmen zusätzlich eingestellt und möglichst viele
Vollzeitarbeitsplätze gefördert werden.

Die von der AK geforderte Beschäftigungsoffensive muss sich
insbesondere auf folgende Säulen stützen:

+ Öffentliche Investitionen: Konjunktur ankurbeln, Beschäftigung
aktiv schaffen
Um der Konjunktur - und damit auch der Beschäftigung – in Europa und
Österreich den notwendigen wirtschaftlichen Impuls zu geben, sind
zusätzliche Investitionen notwendig. Der Bedarf an Investitionen in
öffentliche und soziale Infrastruktur ist gerade in Ballungsräumen
mit rasch wachsender Bevölkerung hoch.

+ Faire Verteilung der Arbeit
Erste Schritte dazu sind das Zurückdrängen der unbezahlten
Überstunden, die Einführung einer sechsten Urlaubswoche für alle
ArbeitnehmerInnen sowie die verstärkte Verankerung von
„Freizeit-Optionen“ in den Kollektivverträgen. Darüber hinaus ist ein
ernsthafter Einstieg in eine generelle Verkürzung der gesetzlichen
Wochenarbeitszeit notwendig.

+ Faire Arbeit – mehr Bildung
Die AK fordert die Etablierung einer zweiten Ausbildungschance:
Bildungskarenz, Bildungsteilzeit und Fachkräftestipendium sollen zu
einem existenzsichernden Qualifizierungsgeld und zu einer echten
zweiten Ausbildungschance gebündelt werden. Außerdem braucht es einen
Rechtsanspruch gegenüber dem Arbeitgeber auf Bildungsfreistellung in
Form einer Qualifizierungswoche.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AKW

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