Kaske: Beschäftigungsmotor anwerfen

Wien (OTS) - Für die Ankurbelung der Wirtschaft, für die Schaffung von Arbeitsplätzen und für die Vorbereitung auf zukünftige Herausforderungen fehlen AK Präsident Rudi Kaske noch wichtige Maßnahmen, insbesondere ein Bekenntnis zu öffentlichen Investitionen und Qualifizierung: „Ich sehe gute erste Schritte, aber wir brauchen mehr davon. Meine Forderung nach mehr öffentlichen Investitionen, nach mehr und besserer Qualifizierung und - nicht zuletzt wegen der Herausforderungen durch die Digitalisierung – nach einer Arbeitszeitverkürzung bleiben für uns auf dem Tisch.“ Kaske fordert von der Politik, die Vollbeschäftigung als Ziel ernsthaft zu verfolgen, die Chancen auf gute Arbeit und Einkommen für alle ArbeitnehmerInnen zu verbessern und eine stabile und gute Absicherung bei Arbeitslosigkeit nicht zu gefährden.

Nach dem Arbeitsmarktpaket im Herbst vergangenen Jahres zählt Kaske auch den Beschäftigungsbonus für zusätzlich 20.000 ältere Beschäftigte zu den richtigen und wichtigen Entscheidungen der Bundesregierung. „Aber wir müssen aufpassen, dass gewollte Zielsetzungen auch tatsächlich erreicht werden“, sagt Kaske. So will der AK Präsident konkret bei der Ausgestaltung des Beschäftigungsbonus, dass möglichst viele beim AMS Vorgemerkte von den Unternehmen zusätzlich eingestellt und möglichst viele Vollzeitarbeitsplätze gefördert werden.

Die von der AK geforderte Beschäftigungsoffensive muss sich insbesondere auf folgende Säulen stützen:

+ Öffentliche Investitionen: Konjunktur ankurbeln, Beschäftigung aktiv schaffen
Um der Konjunktur - und damit auch der Beschäftigung – in Europa und Österreich den notwendigen wirtschaftlichen Impuls zu geben, sind zusätzliche Investitionen notwendig. Der Bedarf an Investitionen in öffentliche und soziale Infrastruktur ist gerade in Ballungsräumen mit rasch wachsender Bevölkerung hoch.

+ Faire Verteilung der Arbeit
Erste Schritte dazu sind das Zurückdrängen der unbezahlten Überstunden, die Einführung einer sechsten Urlaubswoche für alle ArbeitnehmerInnen sowie die verstärkte Verankerung von „Freizeit-Optionen“ in den Kollektivverträgen. Darüber hinaus ist ein ernsthafter Einstieg in eine generelle Verkürzung der gesetzlichen Wochenarbeitszeit notwendig.

+ Faire Arbeit – mehr Bildung
Die AK fordert die Etablierung einer zweiten Ausbildungschance:
Bildungskarenz, Bildungsteilzeit und Fachkräftestipendium sollen zu einem existenzsichernden Qualifizierungsgeld und zu einer echten zweiten Ausbildungschance gebündelt werden. Außerdem braucht es einen Rechtsanspruch gegenüber dem Arbeitgeber auf Bildungsfreistellung in Form einer Qualifizierungswoche.

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