SOS Mitmensch: Populistenpause startet

Chance und Herausforderung für ganz Österreich

Wien (OTS) - Einen Monat lang keine Aufmerksamkeit für die populistische und extreme Rechte in sozialen Netzwerken. Einen Monat lang das wertvolle Gut „Aufmerksamkeit“ richtig schätzen und einsetzen lernen. Die von SOS Mitmensch heute gestartete und bis 31. März dauernde „Populistenpause“ ist eine bislang einzigartige politische Mitmachaktion. Der Pausenmonat sei eine Chance zur Bewusstseinsbildung und zugleich eine große Herausforderung, betont die Menschenrechtsorganisation.

Perfekte Methoden um Aufmerksamkeit zu ködern

„Populisten und Extremisten haben nahezu perfekte Methoden entwickelt, wie sie uns provozieren, unsere Aufmerksamkeit ködern und uns aus der Reserve locken können. Sie wissen, wie sie für Gesprächsstoff sorgen. Doch für 31 Tage wollen wir gemeinsam mit allen, die sich an der Aktion beteiligen, andere Themen und andere Akteurinnen und Akteure in den Mittelpunkt unseres Handelns in sozialen Netzwerken stellen“, erklärt Alexander Pollak, Sprecher von SOS Mitmensch.

Bewusstsein schärfen

Die Populistenpause sei kein Ende der Kritik an der extremen Rechten in Österreich, betont Pollak. „Wir wollen nicht, dass Rechtsextremismus verharmlost, ignoriert oder gar normalisiert wird. Wir werden weiterhin vehement dagegen ankämpfen, dass Rechtsextreme in Machtpositionen gelangen. Aber dieser eine Monat Pause ist ein dringend notwendiger Impuls, der unser Bewusstsein schärfen wird, wie Populisten und Extremisten mit unserer Aufmerksamkeit und Empörung spielen. Der Pausenmonat wird uns helfen, mehr Klarheit zu gewinnen, welche Reaktion den rechten Provokateuren schadet und welche ihnen nutzt“, so Pollak.

Keine Schonung für Regierung

Wir wollen niemanden bevormunden, wie breit die Populistenpause anzulegen ist, sagt SOS Mitmensch-Sprecher Pollak. „Für unsere Menschenrechtsarbeit ist es jedoch sinnvoll zu unterscheiden zwischen, auf der einen Seite, der notwendigen Beobachtung und Kommentierung der Regierungsarbeit, und, auf der anderen Seite, dem Auftreten von populistischen und extremistischen Akteuren, die nicht in Regierungsverantwortung sind. Für Kritik an der Regierungsarbeit wird es von unserer Seite keine Pause geben, auch wenn sich einzelne Regierungsmitglieder auf populistischen Pfaden bewegen“, erklärt Pollak.

Experiment mit offenem Ausgang

„Die Populistenpause ist ein Experiment mit offenem Ausgang. Uns ist klar, dass der Aufmerksamkeitsentzug für Populisten und Extremisten für alle, die mitmachen, eine neue Situation und eine Herausforderung darstellt. Es ist aber auch eine Chance für einen Neuanfang mit einem geschärften Bewusstsein“, ist der SOS Mitmensch-Sprecher überzeugt.

Anleitung zur „Populistenpause“

SOS Mitmensch hat eine Anleitung zum Ablauf der „Populistenpause“ verfasst. Die Menschenrechtsorganisation gibt Tipps, wie man den Aufmerksamkeitsentzug am besten angehen und zugleich eigene Entzugserscheinungen mildern kann. Die Anleitung findet sich auf der Webseite von SOS Mitmensch unter
http://www.sosmitmensch.at/populistenpause

Zahlreiche Unterstützungsbekundungen
Hier finden Sie alle bisherigen Unterstützungsbekundungen zur Populistenpause: http://goo.gl/RFPLNp

Rückfragen & Kontakt:

SOS Mitmensch, Zollergasse 15/2, 1070 Wien
Alexander Pollak
0664 512 09 25
apo@sosmitmensch.at
www.sosmitmensch.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SMM0001