Amon: Kerns Zurückhaltung bei Erdogans Wahlkampfauftritt völlig unverständlich

ÖVP-Generalsekretär: Kanzler sollte klar Position beziehen anstatt Außenminister in den Rücken zu fallen

Wien (OTS) - "Die Zurückhaltung des SPÖ-Vorsitzenden Christian Kern zu einem möglichen Wahlkampfauftritt des türkischen Präsidenten Erdogan in Österreich ist völlig unverständlich", kritisiert ÖVP-General Werner Amon den Bundeskanzler, der vorige Äußerungen zu einem Wahlkampfauftritt Erdogans als "sinnlos" bezeichnet hatte und sich damit "erst dann auseinandersetzen" und eine "Bewertung vornehmen will", wenn Erdogan tatsächlich komme. – Dies klingt fast wie eine Einladung und wird in türkischen Medien so interpretiert.

"Wenn Erdogan unser Land besucht hat, ist es für eine Positionierung zu spät", so Amon Richtung Bundeskanzler.

Österreich müsse rechtzeitig und deutlich sagen, ob es einen der angekündigten Wahlkampfauftritte hierzulande dulde oder nicht, so der ÖVP-Generalsekretär. Immerhin seien zuletzt mehrmals Auftritte Erdogans vor türkischen Staatsbürgern in mehreren EU-Mitgliedstaaten angekündigt worden, um für das Verfassungsreferendum am 16. April Stimmung zu machen.

In diesem Zusammenhang unterstützt Amon die Vorgangsweise von Außenminister Sebastian Kurz: "Er hat höflich, aber deutlich unsere Position vertreten. Der Präsident der Türkei ist jederzeit zu einem Staatsbesuch mit Gesprächen mit der Staatsspitze in Österreich eingeladen. Wahlkampfauftritte oder ähnliche Auftritte sind jedoch absolut unerwünscht. Diese tragen die Konflikte aus der Türkei nach Österreich und das ist schädlich für die Integration", so Amon.

Es sei zudem höchst irritierend, wenn der SPÖ-Vorsitzende Kern wegen seiner am Dienstag geäußerten zurückhaltenden Position in den türkischen Medien auch noch gelobt werde, meint Amon in Bezug auf Aussagen des türkische Außenministeriums und in der Zeitung "Caddehaber".

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