Wirtschaftsbund-Haubner: „Arbeitszeitflexibilisierung ist gemeinsames Anliegen von Arbeitgebern und Beschäftigten“

WB kritisiert einseitige Studie des Wifo zu Arbeitszeiten: Berechtigte Anliegen der Wirtschaft werden völlig negiert - Absage an ein „Wunschkonzert“ zulasten der Betriebe

Wien (OTS) - „Wenn seitens des Wifo behauptet wird, das Arbeitszeitgesetz sei jetzt schon ‚hochflexibel‘, dann kann ich den Wirtschaftsforschern empfehlen, mal in die Betriebe zu gehen und mit Unternehmerinnen und Unternehmern diesbezüglich zu sprechen“, sagt Peter Haubner, Generalsekretär des Österreichischen Wirtschaftsbundes (ÖWB). Auch wenn es theoretisch möglich sei, in Österreich länger zu arbeiten wenn mehr Arbeit anfällt – „in der Praxis gibt es sehr viele Hürden. Bis diese überwunden sind, ist der Kunde abgesprungen und der Auftrag im Ausland“, so Haubner.

Dazu kommen aus dem Wifo Vorschläge und Forderungen zum Thema Arbeitszeit, die zusätzliche Probleme für die Betriebe bringen und das Ende jeder Planungssicherheit für Unternehmen bedeuten würden: So sollen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einseitig das Recht bekommen, die Arbeitszeit auf bis zu 30 Stunden zu reduzieren - dem Arbeitgeber soll das aber lediglich drei Monate im Vorhinein mitgeteilt werden müssen. „Das sind einseitige und nur dürftig verschleierte Forderungen nach einer generellen Arbeitszeitverkürzung“, so Haubner. „Die Wirtschaft fordert dagegen Lösungen im Einvernehmen zwischen Beschäftigten und Arbeitgebern. Das bringt allen etwas. So wie die Vorschläge der Wirtschaft stets auf die Interessen der Arbeitgeber eingehen, erwarten wir die Berücksichtigung der berechtigten Anliegen der Unternehmerinnen und Unternehmer. Diese spiegeln nämlich die Wünsche der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer wider, so wie das zahlreiche Umfragen bestätigen.“

Das Wifo listet auch die Option auf, jeder Person, die eine Schule, Lehre oder Uni abschließt, nach Wunsch ein Weiterbildungsgeld „für frei gewählte Aus- und Weiterbildungen" auszuzahlen. Weiters sollen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einen Rechtsanspruch auf Bildungsteilzeit und -karenz bekommen. Zu diesem „Wunschkonzert“ stellt WB-General Haubner die mehr als berechtigte Frage: „Und wer soll das alles bezahlen? Das kann es ja nicht sein!

„Arbeitszeitflexibilisierung ist ein gemeinsames Anliegen von Arbeitgebern und Beschäftigten und ist dementsprechend auch so zu behandeln“, unterstreicht Haubner: „Das war und ist die Devise der Wirtschaft und des Wirtschaftsbundes.“ Derzeit macht der ÖWB mit der Kampagne „Zeit wird´s: Wir brauchen flexible Arbeitszeiten!“ darauf aufmerksam, dass es in Österreich mehr Möglichkeiten braucht, flexibel arbeiten zu können. Wichtig in dem Zusammenhang auch: Arbeitszeitflexibilisierung bringt Vorteile für Betriebe und Beschäftigte. Mehr Informationen dazu gibt es im Internet auf www.zeitwirds.info .

Zurück zur Wifo-Studie: Schon der Titel deutet darauf hin, dass ausschließlich auf die Sicht der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Bezug genommen wird. Die berechtigten Interessen der Unternehmerinnen und Unternehmer werden hingegen sträflich außer Acht gelassen. Für die Wirtschaft gilt: "Der Weg zu flexiblen Arbeitszeiten ist ein gemeinsamer Weg von Arbeitgebern und Arbeitnehmern, der Hand in Hand zu gehen ist", betont Wirtschaftsbund-Generalsekretär Peter Haubner.

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