AK Niederösterreich testete Heringssalate: Fast alles im grünen Bereich

Alle elf Proben gesundheitlich unbedenklich, bei einer Probe Listerien, aber unterhalb des Grenzwerts

St. Pölten (OTS) - Die große Zeit von Heringsschmaus und Heringssalat steht unmittelbar bevor. Obwohl fetthaltig gelten sie als die Fastenspeise schlechthin: Ab Aschermittwoch werden sie in wohl hunderttausenden heimischen Haushalten und Lokalen verzehrt werden. Rechtzeitig davor haben die KonsumentenschützerInnen der AK Niederösterreich den Heringssalat in heimischen Supermärkten auf Keimbefall und Qualität getestet. Das Ergebnis war aus KonsumentInnensicht weitgehend positiv.

Fisch und Mayonnaise – die Hauptzutaten eines Heringssalats gelten als heikle Lebensmittel, bei denen es auf sorgfältige Verarbeitung und Frische besonders ankommt. Das haben die KonsumentenschützerInnen der AK Niederösterreich zum Anlass genommen, um rechtzeitig vor dem Aschermittwoch elf Proben bei Filialen von Merkur, Interspar und Billa sowie bei der Fischrestaurantkette Nordsee einzukaufen und sie im Lebensmittellabor genauestens zu prüfen.

Alle elf Stichproben waren gesundheitlich unbedenklich. „Nur im Sylter Matjeshappen von Merkur Markt wurden Listerien gefunden, die gefundene Menge liegt jedoch unter dem in diesem Lebensmittel erlaubten Grenzwert. Somit wurde das Produkt im Labor nicht beanstandet“, fasst AK Niederösterreich-Konsumentenschützer Manfred Neubauer zusammen.

Listerien sind Bakterien, die in nahezu allen Lebensmitteln vorkommen. Als gefährlich gelten sie nur in größeren Mengen. Dann können sie bei Menschen mit geschwächter Immunabwehr und Kleinkindern in seltenen Fällen die Infektionskrankheit Listeriose auslösen, die in Ausnahmefällen auch schwer verlaufen kann. Für gesunde Erwachsene sind Listerien meist harmlos. Die gesetzlichen Grenzwerte für Listerien liegen weit unterhalb der Konzentration, ab der Gesundheitsgefahr bestehen könnte.

Positiv aus Sicht der KonsumentenschützerInnen: Bei den vorverpackten Proben entsprach der Fischanteil den Angaben auf der Packung. Lediglich bei einem Heringssalat von Interspar fehlte diese Kennzeichnung.

„Während es beim Fischanteil nichts zu beanstanden gab, fiel uns auf, dass im Hering in Dijonsenf von Billa weniger in der Packung enthalten war, als laut Nettofüllmenge enthalten sein sollte. Die Packung war auch nicht gut verschlossen, sodass ein Teil des Salates schon beim Transport verloren ging. Die verpackten Salate von Merkur Markt enthielten dagegen mehr Inhalt als angegeben“, sagt Neubauer. Für KonsumentInnen zahlt es sich jedenfalls aus, die Preise zu vergleichen: Der günstigste Heringssalat kostete 9,90 Euro pro Kilogramm, der teuerste 21,90 Euro.

Rückfragen & Kontakt:

AK Niederösterreich Konsumentenberatung, Manfred Neubauer
05/7171 – 23010

Tabellen und Details zum Heringssalat-Test der AK Niederösterreich finden Sie unter noe.arbeiterkammer.at/heringssalat

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