Karlheinz Töchterle: Studienplatzfinanzierung rasch gemeinsam umsetzen – Qualitätsschub für alle Beteiligten

Aussprache im Wissenschaftsausschuss – Debatte zu EU-Vorhabensbericht und Tätigkeitsbericht der Ombudsstelle für Studierende

Wien (OTS/ÖVP-PK) - „Die Studienplatzfinanzierung bringt einen Qualitätsschub für alle Beteiligten, wie etwa die verbesserte Betreuung der Studierenden“, betont ÖVP-Wissenschaftssprecher Dr. Karlheinz Töchterle anlässlich einer Aussprache zu aktuellen Themen beim heutigen Wissenschaftsausschuss im Parlament. Er plädiert, das Zeitfenster nun zu nutzen und nach dem deutlichen Regierungsbekenntnis rasch gemeinsam die Umsetzung anzugehen. Weitere Themen im Ausschuss sind unter anderem die EU-Jahresvorschau 2017 des Ministeriums, der Tätigkeitsbericht der Ombudsstelle für Studierende sowie das Abkommen zwischen Österreich und Bosnien und Herzegowina über die wissenschaftlich-technologische Zusammenarbeit. Dieses soll etwa zum Aufbau neuer, nachhaltiger Partnerschaften beitragen, die auch in Hinblick auf gemeinsame Projektanträge im EU-Forschungsrahmenprogramm relevant sind. Zur Finanzierung von Mobilitätskosten stehen jährlich bis zu 90.000 Euro zur Verfügung. Derzeit hat Österreich 21 bilaterale Abkommen und Vereinbarungen, drei neue sind in Vorbereitung.

Der EU-Vorhabensbericht für 2017, der vom Ministerium dem Parlament übermittelt wurde, konzentriert sich im Forschungsbereich auf die Umsetzung und Weiterentwicklung des aktuellen EU-Forschungsrahmenprogramms „Horizont 2020“ sowie die Planung des 2020 folgenden Rahmenprogramms, wo Österreich im Zuge der EU-Ratspräsidentschaft eine wichtige Aufgabe in der Vorbereitung zukommt. Österreich ist klarer Nettoempfänger: In Österreich tätige Wissenschaftler und Forscher konnten in „Horizont 2020“ das hohe Niveau an eingeworbenen Fördermitteln weiter ausbauen. Sie sollen mit entsprechenden Maßnahmen – hier spielt insbesondere die Forschungsförderungsgesellschaft FFG eine zentrale Rolle – auch weiterhin tatkräftig beim Einwerben von EU-Geldern unterstützt werden. Bisher liegt die Erfolgsrate (Anzahl der bewilligten Beteiligungen gemessen an der Zahl der Einreichungen) mit 16,3 Prozent über dem EU-Schnitt von 14,1 Prozent. Bei den begehrten Grants des Europäischen Forschungsrates waren in Österreich tätige Forscher bisher 56 Mal erfolgreich, sie konnten damit Fördermittel in der Höhe von knapp 90 Millionen Euro einwerben. Weiters gilt es, die in der von Österreich als einem der ersten Länder in der EU erstellten Roadmap verankerten Maßnahmen für die Weiterentwicklung und Vertiefung des europäischen Forschungsraumes umzusetzen. Ebenso gefragt ist Österreichs Engagement bei der Gestaltung der neuen Programmgeneration von ERASMUS+.

Thema im Ausschuss ist auch der dem Parlament übermittelte Tätigkeitsbericht der Ombudsstelle für Studierende unter der Leitung von Dr. Josef Leidenfrost. Die Ombudsstelle hatte eine leicht rückläufige Zahl an Anliegen (487 im Vergleich zu 506 Fällen des vorangegangenen Jahres) zu bearbeiten. Mehr als die Hälfte der Anliegen (294) kam von öffentlichen Universitäten, insbesondere zu den Themen Studienbeitrag und Studienzulassung. Von Studierenden an Fachhochschulen wurden insbesondere die Bereiche Studien- und Prüfungsordnung sowie Leistungsbeurteilung nachgefragt. Neben dem Rückblick liefert der Bericht auch einen Ausblick auf die Schwerpunkte 2017, unter anderem sind wieder mehrere Veranstaltungen an verschiedenen Hochschulstandorten österreichweit geplant. (Schluss)

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