Hommage an „Mama Afrika“: „dok.film“ zum 85. Geburtstag von Miriam Makeba

Am Sonntag, 26. Februar, um 23.05 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Die 2008 verstorbene südafrikanische Sängerin Miriam Makeba verkörperte wie keine andere die Hoffnung und die Stimme Afrikas: Der weltbekannten Künstlerin, die ein halbes Jahrhundert lang die Welt bereiste und ihre politische Botschaft gegen Rassismus und Armut, für Gerechtigkeit und Frieden verbreitete, brachte ihre Haltung nicht nur Zuspruch, sondern auch eine Menge Feinde. „Ich besinge keine Politik. Ich singe lediglich die Wahrheit“ wusste die am 4. März 1932 im Township Prospect bei Johannesburg geborene Makeba zu entgegnen – und blieb ihrer Berufung treu, gegen die Apartheid-Politik Südafrikas und für die Menschenrechte in ihrer Heimat zu kämpfen, auch wenn sie 1960 als Reaktion darauf von Südafrika ausgebürgert wurde. Anlässlich ihres 85. Geburtstags zeigt „dok.film“ am Sonntag, dem 26. Februar, um 23.05 Uhr in ORF 2 den 2010 entstandenen Dokumentarfilm „Mama Afrika“, der Makeba ein filmisches Denkmal setzt.

Die Hommage von Mika Kaurismäki – älterer Bruder des preisgekrönten finnischen Filmemachers Aki Kaurismäki – zeichnet mit Hilfe seltener Filmaufnahmen und zahlreicher Interviews den Lebensweg dieser außergewöhnlichen Künstlerin nach, die mehr als 50 Jahre lang musikalisch Furore machte. Freunde, Verwandte und Kollegen kommen dabei ebenso zu Wort wie junge Vertreterinnen der afrikanischen Musikwelt.

Mehr zum Inhalt:

Ins Exil wurde Miriam Makeba schon 1959 getrieben, nachdem sie in dem Apartheid-kritischen Dokumentarfilm „Come Back, Africa“ mitgewirkt hatte. Harry Belafonte verhalf ihr in die USA, wo sie 1962 unter anderem bei einer Geburtstagsfeier für John F. Kennedy auftrat und 1967 mit „Pata Pata“ ihren ersten Welthit landete. Als sie 1968 den Black-Panther-Aktivisten Stokely Carmichael heiratete und ins Fadenkeuz des FBI geriet, ließ sie sich in Guinea nieder und setzte ihr Engagement gegen das weiße Apartheid-Regime in ihrer Heimat von dort aus fort. Bis zu ihrer Scheidung zehn Jahre später lebte sie in Guinea, tourte durch Europa, Südamerika und Afrika. Private und persönliche Schicksalsschläge machten ihr in den Folgejahren das Leben jedoch zunehmend schwerer.

Dennoch setzte sich Miriam Makeba weiterhin für Menschenrechte ein, trat mit Paul Simon im Zuge der „Graceland“-Tournee auf und kehrte nach Nelson Mandelas Freilassung 1990 nach 27 Jahren im Exil wieder in ihre Heimat Südafrika zurück. Im Jahr 2005 verabschiedete sich „Mama Afrika“, wie sie liebevoll in ihrer Heimat und von ihren Anhängerinnen und Anhängern genannt wurde, vom Musikgeschäft und absolvierte nur mehr kleinere Auftritte. Ein Benefizkonzert zugunsten des von der Camorra bedrohten Schriftstellers und Journalisten Roberto Saviano am 9. November 2008 im italienischen Castel Volturno sollte ihr letzter Auftritt sein. Dabei hatte sie einen Herzinfarkt erlitten und starb kurz danach im Alter von 76 Jahren.

Miriam Makeba hat Musikerinnen und Musiker auf der ganzen Welt inspiriert und ein internationales Publikum begeistert. Den südafrikanischen Wurzeln ihrer Musik ist sie dabei immer treu geblieben.

Das gesamte TV-Angebot des ORF – ORF eins, ORF 2, ORF III, ORF SPORT + sowie 3sat – ist auch im HD-Standard zu empfangen. Alle Informationen zum ORF-HD-Empfang und zur Einstellung der neuen HD-Angebote finden sich auf der Website hd.ORF.at, die ORF-Service-Hotline 0800 / 090 010 gibt kostenfrei aus ganz Österreich persönliche Hilfestellung.

Rückfragen & Kontakt:

http://presse.ORF.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRF0005