Bibliothek: liebster Aufenthaltsort der Studierenden

Architektur beeinflusst Erfolg einer Universität. Keine Parallelwelt. Virtueller Raum als Ergänzung. Studierende sind stolz auf ihre Uni.

Wien (OTS) - Architektur ist von zentraler Bedeutung für eine Universität. Eine vom Österreichischen Gallup Institut im Auftrag der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) an 21 staatlichen Universitäten durchgeführte Studie bestätigt diese Korrelation klar. Demnach sehen über 80 Prozent der befragten Universitätsmitarbeiter einen Zusammenhang zwischen Architektur und dem Lehr-, Lern- und Forschungserfolg einer Universität. Und die infrastrukturellen Rahmenbedingungen für das tertiäre Bildungssegment in Österreich ermöglichen ein hohes Leistungsniveau. Denn nach einer beispiellosen Bauoffensive mit einem Investitionsvolumen von 2,7 Mrd. Euro in den vergangenen 15 Jahren ist das Universitätsportfolio der BIG heute in einem sehr guten Zustand. Für Gebäude am Ende ihrer Lebensdauer – wie beispielsweise die Biologie der Universität Wien oder einzelne Objekte der Meduni Wien – sind bereits Lösungen projektiert, weswegen an diesen Standorten lediglich substanzerhaltende Maßnahmen durchgeführt werden.

Der gute Zustand des Bestandes wird auch durch die unter 800 Studierenden und rund 200 Unimitarbeitern durchgeführte, quantitative Befragung untermauert. Rund drei Viertel der Befragten fühlen sich an "ihrer" Universität wohl. In etwa 70% der befragten Studierenden und Mitarbeiter gaben an, "sehr stolz" oder "eher stolz" auf Ihre Universität zu sein. Am meisten trägt laut Studie der architektonisch eigene Charakter, der eigene Stil einer Universität zu einem Gefühl des Stolzes bei.

Obwohl E-Learing – fast 60 Prozent der befragten Studierenden nutzen E-Learning/online Kurse – einen hohen Stellenwert hat, ist der physische Raum der Universität bedeutsam. Und zwar nicht nur zu Ausbildungszwecken, sondern als ein Ort, an dem man sich trifft. Auch die 15, in einer ersten Studienphase, interviewten internationalen Experten waren sich einig: Der persönliche Kontakt "wird immer wichtig bleiben", denn "auch virtuelle Lerngruppen wollen einen physischen Ort, um sich austauschen zu können". An erster Stelle bei den liebsten Aufenthaltsorten der Studierenden steht die Bibliothek. Rund jeder zweite Student präferiert diese Umgebung zwischen den Lehrveranstaltungen, dicht gefolgt von gastronomischen Einrichtungen an der Uni (Mensa, Café, Restaurant) und anderen Verweilmöglichkeiten an der Uni.

Ein wesentlicher Faktor bei der Beurteilung des Studienerfolges in Bezug auf die Infrastruktur ist auch die zentrale Lage. Viele Universitäten haben seit der Jahrtausendwende massiv an der innerstädtischen Standortverdichtung gearbeitet. Überlegungen, sich am Stadtrand anzusiedeln wurden verworfen. Die Studie bestätigt diese Entscheidungen. Anhand einer multivariaten Analyse lässt sich folgender Zusammenhang feststellen: Je zentraler die Lage der Universität bzw. je eher der Campus ein Teil der Stadt ist, desto positiver ist die Wahrnehmung der Lernatmosphäre. Dazu gehört auch, nicht mehr zwischen den Instituten pendeln zu müssen. 85 Prozent der Studierenden geben nämlich an, alle Lehrveranstaltungen an einem Ort beisammen oder in Gehreichweite zu haben.

Die Ergebnisse der Studie repräsentieren gleichzeitig einen klaren Auftrag zur weiteren Optimierung der Infrastruktur. Im Rahmen der Erhebung wurden einige Punkte identifiziert, die einer Verbesserung bedürfen. Aufgrund unterschiedlicher Zuständigkeiten ist hier eine enge Zusammenarbeit der BIG mit den einzelnen Universitäten gefordert:

Beispielsweise erwarten sich die befragten Mitarbeiter spontan von den Räumlichkeiten u.a. gute Klima- und Temperaturverhältnisse im Gebäude. Darüber hinaus beinhaltet die Optimierung der Atmosphäre weitere Aspekte, wie beispielweise die Räume flexibler zu gestalten und Kommunikation zu fördern. Für fast 40 Prozent der befragten Mitarbeiter ist die Flexibilität nicht gegeben. Auch seien die räumlichen Möglichkeiten zum interdisziplinären Arbeiten noch nicht optimal. Insgesamt 30 Prozent der Studierenden denken, dass es nicht viele Möglichkeiten zum interdisziplinären Arbeiten gibt. Bei den Mitarbeitern sind sogar 52 Prozent dieser Meinung. Von enormer Bedeutung für die Befragten sind auch mehr und bessere Rückzugsmöglichkeiten.

Detailergebnisse der Studie und Bildmaterial auf Anfrage oder zum Download:
http://www.big.at/fileadmin/user_upload/Media/04_News-Presse/Aktuelle
_Aussendungen/Bibliothek_als_liebster_Aufenthaltsort_der_Studierenden _-_21.02.pdf

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Mag. Ernst Eichinger, MBA, MRICS
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Senior Studienleiterin Gallup
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