134 unbezahlte Überstunden: AK Niederösterreich erkämpft für Catering-Mitarbeiter 1.500 Euro

Betroffener kam in letzter Minute zur AK-Beratung

St. Pölten (OTS) - Erneuter Erfolg für die ArbeitsrechtsexpertInnen der AK Niederösterreich. „Wir haben für einen ehemaligen Catering-Mitarbeiter 1.500 Euro erkämpft“, sagt AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser. Der Betroffene hatte in acht Monaten 134 Überstunden geleistet, die der Chef nicht bezahlt hatte. Das war nicht der einzige Verstoß gegen seine Rechte.

Es war einiges an Arbeitsrechtsverstößen, die sich ein Gastronomiebetrieb in der Nähe von Wien gegenüber einem Catering-Mitarbeiter geleistet hatte: Der Demi-Chef war im Gastronomie-Kollektivvertrag falsch eingestuft und falsch bei der Sozialversicherung angemeldet. Durch die falsche KV-Einstufung zahlte der Betrieb seinem Beschäftigten um knapp 100 Euro zu wenig im Monat. Und die Arbeitskraft des jungen Mannes wurde hemmungslos ausgebeutet:
Über seine Überstundenpauschale hinaus leistete der Beschäftigte in acht Monaten 134 Überstunden, von denen keine einzige bezahlt wurde.

In Summe machten die Ansprüche deutlich mehr als einen Monatslohn des Betroffenen aus. Ein stattlicher Betrag, vor allem, wenn man ihn der kurzen Beschäftigungsdauer gegenüberstellt.

Um diese Ansprüche wäre der 23-Jährige auch beinahe umgefallen:
Wenige Tage, bevor die Forderung verfallen wäre, suchte er die AK Niederösterreich-Arbeitsrechtsberatung auf. Die ExpertInnen reagierten prompt: Am nächsten Tag schickten sie ein Interventionsschreiben an den Arbeitgeber.

Der Betrieb ließ es nicht auf eine Klage ankommen und verglich sich mit dem Demi-Chef. Der bekam 1.500 Euro netto nachbezahlt. Sozialversicherungsbeiträge und Lohnsteuer führt der ehemalige Arbeitgeber ab.

„Der Fall zeigt einmal mehr, wie wichtig der Rechtsschutz der Arbeiterkammer ist. So ist es möglich, dass berechtigte Ansprüche der ArbeitnehmerInnen einfach durchgesetzt werden können", sagt AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser.

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