Wien-Donaustadt: Böllerwerfer nach Eishockeyspiel Vienna Capitals – VSV ausgeforscht

Nachtrag zur polizeilichen Aussendung vom 9.Oktober 2016

Wien (OTS) - Wie berichtet ereignete sich am 9. Oktober 2016 im Stationsbereich der U1-Kagran eine Körperverletzung durch einen Böllerwurf. Ein 15-jähriges Mädchen wurde verletzt und musste in einem Krankenhaus behandelt werden. Nach ersten Ermittlungen stand eine unbekannte Person aus einer Gruppe von 37 VSV-Fans im Verdacht, den Böller geworfen und so die Körperverletzung begangen zu haben. Da sich die Fans sehr unkooperativ verhielten, sich gegen die ersteinschreitenden Beamten „gruppierten“ und so den Täter zu schützen versuchten, musste polizeiliche Unterstützung angefordert werden. Erst so gelang es, die Identität der 37 Personen festzustellen.
Das Kriminalreferat des Stadtpolizeikommandos Donaustadt übernahm die weiteren, sehr umfangreichen Ermittlungen. In Zusammenarbeit mit szenekundigen Beamten der Wiener Polizei und Ermittlern des Stadtpolizeikommandos Villach wurden insgesamt 40 Vernehmungen in mehreren Bundesländern durchgeführt. Es erhärtete sich der Verdacht gegen ein 20-jähriges Mitglied eines VSV-Fanclubs. In einer ersten Vernehmung im Dezember 2016 leugnete der Mann noch jeglichen Zusammenhang mit der Tat, bei einer zweiten Vernehmung im Februar 2017 zeigte er sich allerdings geständig den Böller geworfen zu haben. Er wurde wegen schwerer Körperverletzung angezeigt. 28 weitere Mitglieder dieses Fanclubs wurden wegen dem Verdacht der Begünstigung, ebenfalls bei der Staatsanwaltschaft Wien zur Anzeige gebracht.

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