NEOS zu Arbeiterkammer: Betriebe sollen flexible Arbeitszeit regeln

Gerald Loacker: „Bedenken- und Hürdenpolitik der Kammer läuft gegen die Interessen tausender Zwangsmitglieder“

Wien (OTS) - Die grundsätzliche Ablehnung der Arbeitszeitflexibilisierung ohne die üblichen sozialpartnerschaftlichen Gegengeschäfte stößt NEOS-Sozialsprecher Gerald Loacker sauer auf: „Gerade dieser ständige sozialpartnerschaftliche Abtausch hat den österreichischen Arbeitsmarkt im letzten Jahrzehnt völlig ruiniert. Es ist Zeit, innovative und flexiblere Wege des Interessenausgleichs zu finden. Auf die Erfordernisse vor Ort - und damit auf die Interessen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer - wird im überheblichen Machtspiel der Kammerfunktionäre keine Rücksicht mehr genommen. Gerade in der Arbeitszeitflexibilisierung brauchen Betriebsvereinbarungen mehr Gewicht“, bringt Loacker einen Vorschlag von NEOS ins Spiel und kritisiert: „Mit der grundsätzlichen Ablehnung stellt sich die Arbeiterkammer gegen die Interessen tausender eigener Zwangsmitglieder, die sich flexiblere Arbeitsmodelle wünschen.“

Immerhin sind in jedem Betrieb sind die Rahmenbedingungen - was beispielsweise Kinderbetreuungsmöglichkeiten angeht - anders. Während manche Betriebskindergärten anbieten, gibt es in manchen kleineren Betrieben oft kaum Vereinbarkeitsprobleme. „Diese individuellen betrieblichen Unterschiede kennen Betriebsräte und Unternehmer vor Ort am besten. Sie können darauf optimal eingehen, wenn die konkrete Ausgestaltung der Arbeitszeitflexibilisierung über Betriebsvereinbarungen geregelt wird. Das betrifft die Verteilung der Wochenarbeitszeit genauso wie die Frage von Zuschlägen. Es ist Aufgabe der Politik, Lösungen vor Ort zu ermöglichen, nicht zu verhindern“, schließt Loacker.

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